Stromtrassen-Ausbau in Ostholstein
Der Ausstieg der Bundesrepublik Deutschland aus der Kernenergienutzung hin zu erneuerbaren Energien ist zugleich unabdingbar mit einem Ausbau der Stromnetze für die Abführung der erzeugten Windenergie verbunden. Ostholstein mit seinen windreichen Regionen nimmt hierbei einen besonderen Stellenwert ein. Die Vorentwurfsplanungen für die Stromtrassenplanungen der 380 kV-Höchstspannungsleitungen und 110 kV-Zuleitungen laufen bereits auf Hochtouren.
Erste Regionalkonferenz zum Höchstspannungsnetzausbau in den Kreisen Ostholstein und Plön am 26.09.2011
Frühzeitig sollen die Bürger in die Planungen einbezogen werden. Bereits vor Beginn der förmlichen Verwaltungsverfahren haben sich das Land Schleswig-Holstein, die Netzbetreiber (TenneT TSO und E.ON Netz) und die Kreise darauf verständigt, in den betroffenen Regionen schon jetzt die Öffentlichkeit zu informieren. Mit einer ersten Regionalkonferenz am 26.09.2011 wurde daher für die Region Ostholstein–Plön der Dialog- und Kommunikationsprozess zu den möglichen Trassenführungen begonnen. Weitere Veranstaltungen sollen folgen.
Dokumentation zum Netzausbau in Schleswig-Holstein vom 30.09.2011 [PDF: 4,1 MB]
Präsentation des Netzbeteibers TenneT zum Netzausbau auf der 380kV-Ebene
Bürgerbeteiligung auch außerhalb der Regionalkonferenzen
Im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung können auch per Email Hinweise und Anregungen zu den Stromtrassenplanungen gegeben werden. Hierfür wurde eine spezielle Email-Adresse eingerichtet:
Stromnetzausbau@wimi.landsh.de
Diese Adresse ist zunächst bis zum 15.12.2011 freigeschaltet. Alle an diese Adresse gesandten Mails werden an die planenden Netzbetreiber TenneT TSO und E.ON Netz weitergeleitet und darüber hinaus auch vom Wirtschaftsministerium ausgewertet.
Internet-Auftritt des Wirtschaftsministeriums zum Thema:
http://www.schleswig-holstein.de/MWV/DE/Energie/Ausbau_Stromnetze/Ausbau_Stromnetze_node.html
Abstimmungsbedarf mit den Planungen zum Ausbau der Schienenhinterland-Anbindung für die feste Fehmarnbelt-Querung
Wegen der parallel laufenden Planungen zum Ausbau der Schienenhinterland-Anbindung für die feste Fehmarnbelt-Querung zwischen Lübeck und Puttgarden ergibt sich aus Sicht des Kreises Ostholstein ein zusätzlicher Abstimmungsbedarf zwischen Strom- und Schienentrassenplanung – denn beide Planungen beziehen sich auf einen ähnlichen Korridor. Ein gezielter Informationsaustausch zwischen den beiden Vorhabenträgern TenneT und Deutsche Bahn AG wurde daher bereits unter Einbeziehung der Landesplanungsbehörde vereinbart. Der Kreis setzt sich außerdem dafür ein, dass eine Bündelung beider Trassen intensiv geprüft und – soweit technisch möglich und räumlich sinnvoll – angestrebt wird.
Kontakt vor Ort
Fachdienst Regionale Planung
Kreis Ostholstein
Lübecker Straße 41
23701 Eutin
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