Neben dem konventionellen Linienverkehr gewinnen sog. bedarfsgesteuerte Verkehrssysteme zunehmend an Bedeutung.
Rund 83 Prozent der im Kreis Ostholstein erbrachten Verkehrsleistungen im ÖPNV betreffen die Schülerbeförderung; der sog."Jedermannverkehr" macht 17 Prozent der Verkehrsleistungen aus.
Vor dem Hintergrund des ständig steigenden PKW-Aufkommens und dessen negativer Begleiterscheinungen, wie z.B. Abgas- und Lärmemissionen ist es erklärtes Ziel des Kreises, den Anteil des ÖPNV am gesamten Verkehrsaufkommen weiter zu steigern.
Hierzu werden unter anderem nachfolgende Maßnahmen durchgeführt bzw. vorbereitet:
Anerkennung der
OstseeCard als Busticket: In verschiedenen kreisangehörigen Gemeinden besteht für Kurgäste, die im Besitz einer OstseeCard sind, die Möglichkeit der ermäßigten Busbenutzung.
Überplanung des ÖPNV: Die für den ÖPNV maßgeblichen Parameter (z.Bsp. Bevölkerungsentwicklung, Pendlerbewegungen) sind einer permanenten Entwicklung unterworfen. Um eine optimale Effizienz des ÖPNV und damit verbunden eine größtmögliche Akzeptanz des ÖPNV zu erreichen, ist eine ständige Anpassung an die sich ändernden Verhältnise erforderlich.
Einen wichtigen Baustein bei der Versorgung des ländlichen Raums bilden bedarfsgesteuerte Verkehrsträger in Form von AnrufBussen. Dieses Konzept wird seit dem 01.01.2005 im Kreisnorden modellhaft erprobt. Eine erste Zwischenbilanz kommt zu einem positiven Ergebnis; der AnrufBus erfreut sich steigender Beliebtheit. Die angenommenen Fahrgastzahlen wurden bislang um rund. 60 Prozent überschritten. Insgesamt haben im ersten Jahr mehr als 14.000 Fahrgäste, im zweiten Jahr mehr als 18.000 und im dritten und vierten Jahr fast 20.000 Fahrgäste dieses innovative Verkehrsmittel genutzt.
Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des ÖPNV sind im Zweiten Regionalen Nahverkehrsplan [
PDF: 1,4 MB] des Kreises Ostholstein definiert. Der Zweite Regionale Nahverkehrsplan ist vom Kreistag am 09.11.2004 beschlossen worden.