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Sonntag, 24 September 2017
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Jahresbericht 2014 zeigt Wirksamkeit

Eutin / Fehmarn. Der Kreis Ostholstein und die Polizei kontrollierten vor kurzem im Bereich der Insel Fehmarn die ordnungsgemäße Waffen- und Munitionsaufbewahrung bei 30 Waffenbesitzern. Auch wurden sämtliche Waffendaten mit den registrierten Daten auf ihre Übereinstimmung hin mit dem Nationalen Waffenregister abgeglichen. Die Kontrollen waren zum größten Teil angekündigt. Es wurden insgesamt 197 Waffen kontrolliert, dabei gab es 15 Beanstandungen, darunter beispielsweise die gemeinsame Aufbewahrung von Munition und Waffen in nicht zugelassenem Behältnis, das Auffinden nicht registrierter Waffen, ungeklärter Waffenverbleib oder auch nicht angezeigte Waffenverkäufe. Darüber hinaus wurden 23 Waffen freiwillig zur Vernichtung abgegeben. Hinsichtlich der festgestellten Verstöße werden nunmehr entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet sowie in Einzelfällen auch der Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis geprüft.

Die mit der Polizei vereinbarten präventiv angelegten Kontrollen werden in unregelmäßigen Abständen durchgeführt, um die Sicherheit der Bürger im Kreis Ostholstein zu erhöhen. Auch wenn die Mehrzahl der Waffenbesitzer ein verantwortungsvolles Umgehen mit ihren Schusswaffen bescheinigt werden konnte, so die Waffenbehörde im Fachdienst Sicherheit und Ordnung des Kreises, zeige auch dieses Ergebnis im Bereich Fehmarn die Notwendigkeit der gemeinsamen Aktionen.

Jahresbericht 2014 zeigt Wirksamkeit der Kontrollen

Der Jahresbericht über die Waffenkontrollen in 2014 bestätigt dieses Fazit ebenfalls. Nach wie vor fehlten einer nicht unwesentlichen Zahl von Waffenbesitzern die nötige Einsicht in die Bedeutung der korrekten Waffenaufbewahrung, weiß die Waffenbehörde aus Erfahrung. Teilweise mussten sehr ausführliche Beratungsgespräche geführt werden. Bei den Hausbesuchen wurden trotz Terminvereinbarung gelegentlich noch Mängel festgestellt. Beispielsweise entsprachen Tresore zum Teil nicht dem gesetzlichen Mindeststandard oder der Waffenschrank hatte die falsche Sicherheitsstufe. Auch fehlten Waffen, die Munition wurde verbotswidrig außerhalb des Tresors verwahrt oder Waffen von nicht berechtigten Personen zusammen verwahrt. Trotzdem reagierten in der überwiegenden Mehrzahl die Waffenbesitzer durchaus positiv auf die Kontrollen.

Anteil Waffenbesitzer seit 2009 um 50,27 Prozent gesunken

Insgesamt wurden in 2014 265 Waffenbesitzer aufgesucht und ein Abgleich der eingetragenen Waffen, der Munition sowie der Aufbewahrungsbehältnisse vorgenommen. In 48 Fällen wurden Beanstandungen festgestellt. 190 Waffen wurden zur Vernichtung abgegeben, insbesondere von Altbesitzern und Erben.

In den letzten fünf Jahren wurden 1.230 Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt. Seit 2009 ist damit der Anteil der Waffenbesitzer um 50,27 Prozent gesunken, der Anteil der registrierten Waffen um 21,37 Prozent. Im Ergebnis sei damit festzustellen, dass die Kontrollen Erfolg haben, so die Waffenbehörde. Sie tragen dazu bei, dass Waffen und Munition nicht durch unsachgemäße Aufbewahrung leichtfertig in die Hände unbefugter Personen gelangen und damit auch die öffentliche Sicherheit im Kreis gestärkt wird.

Waffen können zur Vernichtung abgegeben werden

Der Kreis Ostholstein weist darauf hin, dass jeder Waffenbesitzer seine nicht mehr benötigten Waffen oder auch defekte Waffen bei der Waffenbehörde des Kreises zur Vernichtung abgeben kann. Um entsprechende Terminvereinbarung hierzu wird unter der Telefonnummer 04521 / 788-206 gebeten.

Anlage:

Anzahl der Waffenbesitzer und der registrierten Waffen im Kreis Ostholstein

Autor: Die Pressesprecherin, 27.07.2015 
Quelle: Kreis Ostholstein