Hilfsnavigation
Volltextsuche
Montag, 23 Oktober 2017
Seiteninhalt

Konferenz des Fehmarnbelt-Komitees: Innovative Projekte schaffen neues Selbstbewusstsein zwischen Metropolen Hamburg und Kopenhagen

Eutin. Die Chancen für eine positive Entwicklung des ländlichen Raums zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen liegen in der digitalen Wirtschaft, einer Flexibilisierung der Bildungsangebote und einem verstärkten deutsch-dänischen Austausch. Dieses Fazit zogen Referenten aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft heute (21. September 2016) auf der Konferenz des Fehmarnbelt-Komitees „Regionalentwicklung zwischen zwei Metropolen – Chancen von Stadt-Umlandbeziehungen“ auf den Fehmarnbelt Days in Hamburg. Rund 150 Personen nahmen an der Veranstaltung zu den Entwicklungsperspektiven für die Regionen Ostholstein, Lolland/Falster und Sjælland teil.

 

Verschiedene Vertreter von Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft aus Deutschland und Dänemark präsentierten in Vorträgen und einer Diskussionsrunde ihre Ideen zu den positiven Entwicklungen im ländlichen Raum.

Zu Beginn wurde der Blick Richtung Süddeutschland gelenkt. Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, präsentierte das Zukunftskonzept der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. „Wir wollen Ländergrenzen überwinden und brauchen ein neues Selbstbewusstsein im ländlichen Raum. Dafür stellen wir unsere Stärken heraus: dezentrale Wirtschaftsstruktur, großes Potential an Fachkräften und hohes Engagement der Menschen vor Ort. Wir sind eine Metropolregion des Miteinanders.“

Der Vorsitzende des Fehmarnbelt-Komitees und Landrat des Kreises Ostholstein Reinhard Sager nahm diesen Impuls auf: “Auch unsere deutsch-dänische Grenzregion zwischen Hamburg und Kopenhagen braucht ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Unsere Konferenz hat viele Impulse gegeben, wie zum Beispiel durch Projekte aus der digitalen Wirtschaft Wachstum zwischen Metropolen gelingen kann. Wir sollten Begegnungsstätten schaffen, wo kreative junge Gründer gemeinsam Ideen für Projekte entwickeln, um sich den Herausforderungen der ländlichen Räume wie zum Beispiel Ärzteversorgung oder Mobilität zu stellen. Fakt ist: Eine positive Entwicklung in der Fehmarnbelt-Region gelingt nur, wenn wir stärker in Bildung investieren und den deutsch-dänischen Austausch verstärken.“

Finn Krusholm von dem Kopenhagener IT-Projekt „cloud-people“ berichtete auf der Konferenz über zukünftige Technologien und die digitale Wirtschaft in Dänemark: „Den jungen Fach- und Führungskräften ist ein hohes Maß an Interaktion und Mobilität besonders wichtig. Sie nutzen dafür die neuesten Technologien und sind bereit regional und global zu handeln.“

Zahlreiche weitere Projektbeispiele aus Deutschland und Dänemark wurden auf der Konferenz vorgestellt: Das Kulturprojekt Lolland Falster Lovestorm, und die Wirtschaftsinitiative Væksthus Sjaelland und das Gründerprojekt Starterkitchen Kiel standen im Fokus.

Jens Stenbæk, stellvertretender Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees und Regionalratsvorsitzender der Region Sjælland zog ein positives Fazit der Konferenz: "Für unsere deutsch-dänische Grenzregion brauchen wir ein stärkeres Selbstbewusstsein. Unsere Konferenz hat viele Impulse gegeben, wie die Digitalisierung das Wachstum zwischen den Metropolen beleben kann. Es braucht dafür aber auch ein stärkeres Engagement in der Bildung und Ausbildung.“

Hintergrund:

Das Fehmarnbelt-Komitee wurde im Januar 2009 gegründet und ist ein deutsch-dänisches Koordinationsgremium für grenzüberschreitende Angelegenheiten in der Fehmarnbelt-Region. Ziel des Fehmarnbelt-Komitees ist es, die Entwicklung der Fehmarnbelt-Region zu einer gut integrierten und wettbewerbsfähigen Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Das Komitee hat insgesamt 24 Mitglieder. Zu ihnen zählen Vertreter aus dem Kreis Ostholstein, dem Kreis Plön und der Hansestadt Lübeck, von dänischer Seite Mitglieder des Regionsrates und Bürgermeister der Kommunen in der Region Sjælland sowie Vertreter beider Seiten aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, aus dem Tourismus sowie aus den Bereichen Kultur und Naturschutz. Weitere Informationen zum Fehmarnbelt-Komitee unter www.fehmarnbelt-portal.de

Autor: Die Pressesprecherin, 22.09.2016 
Quelle: Kreis Ostholstein