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Mittwoch, 22 November 2017
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Flyer InkusionEutin. Die öffentliche Inklusionskonferenz am kommenden Montag, 23.Februar, ist ein nächster Schritt im Prozess zur Erarbeitung eines Aktionsplanes Inklusion auf Kreisebene. Nach der Begrüßung durch Kreispräsident Ulrich Rüder wird es fachlich begleitete Gesprächsrunden geben, danach sind die Bürger gefragt, ihre Anregungen einzubringen. Dr. Stefan Doose, Koordinator für den Aktionsplan Inklusion des Kreises, erwartet rund 140 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Die Veranstaltung findet von 15 bis 18.15 Uhr im Ostholstein-Saal des Eutiner Kreishauses statt.

Ostholstein soll eine Region werden, in der alle Menschen als Bürger, Arbeitnehmer, Gäste oder Kunden willkommen sind und selbstverständlich ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe will sich der Kreis in den kommenden Jahren gemeinsam mit allen möglichst vielen Akteuren stellen. Mit dem Aktionsplan sollen konkrete Maßnahmen für eine Weiterentwicklung der Inklusion im Kreisgebiet angegangen werden.

Im Rahmen der Konferenz wird es drei Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Themen und Fachleuten geben. Zum Thema „Was haben wir vor“ werden sich Projektleiterin Lena Middendorf von der Lebenshilfe Ostholstein, Dirk Mitzloff, stellvertretender Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein, Landrat Reinhard Sager und Dr. Stefan Doose über Erfahrungen und Geplantes unterhalten. Im Forum „Was erwarten Bürger mit Beeinträchtigungen“ tauschen sich Wolfgang Schulz, Vorsitzender des Behindertenbeirats Ostholstein, Monika Gascard, Gehörlosenverband Selbsthilfegruppe Ostholstein, Anke Dose, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband und Sebastian Poß, Expertengruppe Inklusion und Barrierefreiheit, aus. Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen wird in einer dritten Gesprächsrunde von seinen Erfahrungen aus zahlreichen Prozessen in anderen Kreisen und Kommunen in Deutschland berichten.

Im Anschluss daran sollen in moderierten Gesprächsgruppen die Anregungen und Ideen von Bürgern mit und ohne Beeinträchtigung für den weiteren Prozess in den ab März 2015 geplanten, thematisch unterschiedlichen Foren gesammelt werden. Die Ergebnisse der Foren fließen schließlich in den Entwurf des Aktionsplanes ein.

Auch jetzt sind noch Anmeldungen zur Inklusionskonferenz möglich, per Fax unter 04521 / 788 96 448 oder per E-Mail unter m.sydow@kreis-oh.de. Ein Flyer mit Anmeldeformular findet sich hier.

 

Hintergrund:

Der Kreistag Ostholstein hat im März 2013 beschlossen, gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und Betroffenen für den Kreis einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu entwickeln. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wurde im August 2014 im Hauptausschuss verabschiedet und eine Koordinationsstelle Aktionsplan Inklusion eingerichtet. Ende 2014 war bereits der erste Startschuss mit der Berufung der Inklusionskommission gefallen, die 30 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, dem Seniorenbeirat und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen umfasst und die den Prozess die nächsten drei Jahre begleiten soll.

 

Autor: Die Pressesprecherin, 19.02.2015 
Quelle: Kreis Ostholstein