Hilfsnavigation
Volltextsuche
Donnerstag, 24 August 2017
Seiteninhalt

Eutin. Mit der Enthüllung des Bauschildes startete heute (10. September) symbolisch der Bau einer neuen Rettungswache in der Hospitalstraße. Die Fundament- und Erdarbeiten für den Neubau auf dem Grundstück neben der bisherigen provisorischen Rettungswache beginnen in der nächsten Woche. Der Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager, der Geschäftsführer der Johanniter Unfallhilfe, Kai-Uwe Preuß, die Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gräfin Henriette Platen sowie der Geschäftsführer des DRK, Maik Möwes, zeigten sich sehr zufrieden, dass die Situation des Provisoriums bald ein Ende finden wird.

Der Kreis als Aufgabenträger hatte die beiden Hilfsorganisationen beauftragt, eine neue Rettungswache neben dem Standort des bisherigen Provisoriums zu bauen. Errichtet wird nun ein eingeschossiges L-förmiges Gebäude, in dem für die Rettungskräfte Dienstzimmer, Umkleide- und Aufenthaltsräume, Küche, Esszimmer, Sanitärbereich und Lagerräume zur Verfügung stehen. Auch sind sechs Hallen für ein Notarzteinsatzfahrzeug und für die Rettungs- und Krankentransportwagen vorgesehen. In einer Halle ist eine Fahrzeugdesinfektion möglich. Im Außenbereich sind ein weiterer Rettungswagen-Stellplatz und Parkplätze für die Mitarbeiter geplant. Die Baukosten belaufen sich auf rund 885.000 Euro und werden von den Hilfsorganisationen getragen. Der Kreis Ostholstein als Träger des Rettungsdienstes refinanziert die Gesamtkosten über die von ihm erhobenen Benutzungsgebühren des Rettungsdienstes. Möwes und Preuß hoffen, dass die Fahrzeughallen noch in diesem Jahr fertig werden. Der übrige Gebäudeteil soll, wenn die Witterung es zulässt, spätestens zum Frühjahr 2011 fertig sein.

Anlass für den Neubau war der Verkauf des alten Krankenhausgeländes an der Elisabethstraße an einen Investor und dem damit verbundenen Abriss von Gebäuden. Die hier in einem kreiseigenen Gebäude untergebrachte Rettungswache benötigte daher einen neuen Standort. 2008 ist die Rettungswache zunächst in das jetzige Provisorium in der Hospitalstraße umgezogen. Für das bereits zu diesem Zeitpunkt vorgesehene jetzige Grundstück mussten noch die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Unsicherheiten in Bezug auf die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen, die Lage, das Gefälle und den Zuschnitt haben den  Kreis und die beiden Hilfsorganisation noch nach verschiedenen anderen Lösungen suchen lassen. Die dann sehr konkrete Planung eines Neubaus in dem Gewerbegebiet Richtung Süsel konnte jedoch nicht realisiert werden, da von diesem Grundstück die Hilfsfrist von 12 Minuten in einigen Randbereichen des Versorgungsgebietes nicht eingehalten werden konnte. 16 weitere Standorte kamen entweder wegen der nicht einzuhaltenden Hilfsfrist oder fehlender planungsrechtlicher Vorgaben nicht zustande. Die jetzige Lösung in der Hospitalstraße sei aber ohnehin sicher die beste Lösung von allen, so das Fazit des Landrats.

Autor: Die Pressesprecherin, 10.09.2010 
Quelle: Kreis Ostholstein