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Montag, 21 August 2017
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 Eutin. Kreispräsident Joachim Wegener hat heute (5. Oktober) im Kreistag fünf ehrenamtlich Tätige für ihre besonderen Verdienste ausgezeichnet. Die Ehrennadel des Kreises Ostholstein erhielten dieses Jahr Heidi Förster, Joachim Lippmann, Sabine Angele, Amelie von Fallois und Dr. Axel Zander. Wegener hob in seiner Ansprache die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes als unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Lebens in der heutigen Gesellschaft hervor. Auch wurde Dr. Karlfriedrich Berg, langjähriger Abgeordneter, früherer Kreispräsident und stellvertretender Kreispräsident, die Ehrennadel verliehen. Dr. Berg hatte Ende August sein Mandat im Kreistag niedergelegt.

Die Geehrten wurden vom Ältestenrat des Kreises auf Vorschlag von verschiedenen Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen ausgewählt. Die Kreismusikschule Ostholstein sorgte während der Feierstunde für den musikalischen Rahmen.

 

Heidi Förster (55 Jahre) aus Neustadt i. H.,

wurde für ihren engagierten Einsatz im gesellschaftlichen Bereich ausgezeichnet. Seit Juni 2007 ist sie Vorsitzende der Neustädter Tafel. Sie hat mit Beharrlichkeit und Tatkraft die Neustädter Tafel wieder strukturiert, die finanziellen Belastungen abgebaut, Hilfs- und Versorgungsangebote neu organisiert und erheblich ausgebaut. Auch wurden unter anderem Ausgabestellen in Lensahn, Grömitz und Timmendorfer Strand eröffnet. Außerdem wurde ein Fahrzeug angeschafft. Die Neustädter Tafel versorgt derzeit rund 700 Bedürftige wöchentlich.

 

Joachim Lippmann (82 Jahre), Neustadt i. H.,

erhält die Ehrennadel für seinen engagierten Einsatz im gesellschaft-lichen Bereich. Er ist Gründungsmitglied des DLRG Neustadt, hat seit 1951 die DLRG Struktur im Kreisgebiet mit aufgebaut und ist hier ehrenamtlich tätig im Jugendbereich.1963 hat er die DLRG Ortsgruppe Grömitz gegründet. Von 1962 bis 1998 war er nacheinander Vorsitzender der DLRG Ortsgruppen Neustadt, Lensahn und Grömitz. Neben seiner Tätigkeit im DLRG war Lippmann noch Mitglied im Heimausschuss des Kreisjugendheimes Lenster Strand (1976-1984) und Jugendschöffe am Amtsgericht Oldenburg i.H. (1974-1982). Aktuell ist er Ehrenvorsitzender der DLRG Ortsgruppe Grömitz.

Von 1964 bis 2006 hat er außerdem insgesamt 62 Jugendfreizeitmaßnahmen und internationalen Jugendbegegnungen mit rund 2.200 Teilnehmern aus dem Kreis Ostholstein vorbereitet, durchgeführt und geleitet. In Kooperation mit dem Kreisjugendamt wurden benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme ermöglicht. Herr Lippmann hat diese Jugendfreizeitmaßnahmen bis ins hohe Alter organisiert.

  

Sabine Angele (68 Jahre), Neukirchen / Oldenburg i. H.,

engagiert sich seit 7 Jahren im humanitären Bereich. Sie ist Koordinatorin der Gruppe „Grüne Helfer“, die eng mit Pflegedienstleitung der Sana Kliniken Ostholstein in Oldenburg und dem Sozialdienst zusammen arbeitet. Angele erstellt den Dienstplan für die Besuchsregelung in der Klinik, leitet und dokumentiert das monatliche Treffen der „Grünen Helfer" in der Klinik und ist maßgeblich bei der Auswahl und der Einarbeitung neu dazu gekommener „Grüner Helfer“ beteiligt. Der unermüdliche, über das Normalmaß hinausgehende Einsatz von Sabine Angele sorgt dafür, dass die „Grünen Helfer“ in der Sana Klinik aktiv und leistungsstark sind.

 

Amelie von Fallois (54 Jahre), Lensahn,

engagiert sich intensiv im gesellschaftlichen Bereich. Sie war von 1986 bis 1996 Elternvertreterin für den Katharinen-Kindergarten Lensahn, von 1987 bis 2001 Elternvertreterin der Grundschule Lensahn, hatte dort von 1997 bis 2001 die Schüleraufsicht und gab Vertretungsstunden bei Lehrervakanzen. Als Elternvertreterin in der Freiherr-vom-Stein-Schule war sie tätig von 1990 bis 2010, hat hier unter anderem die Caféteria gegründet und betrieben und war Vorsitzende des Schulelternbeirats. Als Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Lensahn hat sie sich von 2001 bis 2008 schwerpunktmäßig der Kinder- und Jugendarbeit gewidmet.

 

Dr. Axel Zander, (53 Jahre), Heiligenhafen,

hat sich viele Jahre im gesellschaftlichen Bereich engagiert eingesetzt. Dr. Zander, Arzt der Ameos Kliniken Heiligenhafen, und selbst behindert, wurde im Jahre 2001 vom Kreistag auf Vorschlag der Wohlfahrtsverbände in Ostholstein zum Behindertenbeauftragten des Kreises bestellt. Er und seine Vorgängerin initiierten zur Unterstützung und vernetzten Interessenwahrnehmung den Arbeitskreis Integration von Menschen mit Behinderung, in dem viele in Ostholstein tätige Behindertenorganisationen vertreten sind. Für Dr. Zander machte die Beratung der Bürger mit Behinderung einen wesentlichen Teil seines ehrenamtlichen Engagements aus. Dabei war er häufig in einer Lotsenfunktion zwischen den verschiedenen zuständigen Ansprechpartnern tätig. Besonders zum barrierefreien Bauen hat er erfolgreich Architekten, Bauherren und die Verwaltung beraten. Neben der Organisation von eigenen Veranstaltungen hielt er regelmäßigen Kontakt zu den anderen Behindertenbeauftragten der Kommunen und zum Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung. Er nahm regelmäßig an den Sitzungen des Kreistages und des Ausschusses für Sicherheit, Soziales und Gesundheit teil.
Dr. Axel Zander hat den Interessen der behinderten Menschen mehr Gewicht verliehen und sich sehr engagiert für die Einrichtung des neuen Kreisbehindertenbeirats für Menschen mit Behinderung in Ostholstein eingesetzt.

 

Dr. Karlfriedrich Berg, (71 Jahre), Scharbeutz,

gehörte dem Kreistag seit 1986 an und war Kreispräsident vom 18. Februar 1992 bis 15. April 2003, vom 16. April 2003 bis 24.06.2008 erster stellvertretender Kreispräsident. Daneben hat er in den vielen Jahren seiner Tätigkeit im ostholsteinischen Kreistag zu unterschiedlichen Zeiten verschiedenen Ausschüssen angehört. Hierzu gehörte beispielsweise der frühere Kulturausschuss, der Wirtschaftschaftsförderungausschuss, der Kreisausschuss und der Umweltausschuss und auch der Hauptausschuss. Daneben war er teilweise auch Mitglied der Mitgliederversammlung des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages, der Verbandsversammlung des Zweckverbandes OH und des Verwaltungsrates der Sparkasse Holstein.

 

 

Autor: Die Pressesprecherin, 05.10.2010 
Quelle: Kreis Ostholstein