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Montag, 21 August 2017
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14.Tätigkeitsbericht
der Gleichstellungsbeauftragten




Arbeitsschwerpunkte 2003:



  1. Aktuelle Rahmenbedingungen der Gleichstellungsarbeit 
  2. Frauen und Arbeit im externen Bereich 
  3. Gleichstellungsarbeit in der Kreisverwaltung 
  4. Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen 
  5. Weitere Veranstaltungen 
  6. Beratung und Informationen für Frauen 
  7. Überregionale Arbeit / Mitarbeit in Arbeitskreisen von Gleichstellungsbeauftragten 
  8. Fazit und Ausblick

Gemäss § 5 Abs.3 Satz 2 der Hauptsatzung des Kreises Ostholstein legt die Gleichstellungsbeauftragte (GB) den Bericht über ihre geleistete Arbeit für das Kalenderjahr 2003 vor.
Der Tätigkeitsbericht basiert auf den Angaben der Produktbeschreibung und des Produktberichtes des Produktes „ GB.01 Gleichstellungsarbeit für Frauen“.

1. Aktuelle Rahmenbedingungen der Gleichstellungsarbeit

Die Defizite im Verwaltungshaushalt des Kreises Ostholstein in den Haushaltsjahren 2003 und 2004 führen zu einem nicht ausgeglichenen Haushalt. Verwaltung und Selbstverwaltung haben alle Haushaltsansätze auf Einsparmöglichkeiten hin überprüft, um dieses Defizit zu bewältigen.
Gleich zu Beginn des Berichtsjahres wurde, als eine der ersten Maßnahmen seitens der Selbstverwaltung, der Beirat für Frauenpolitisch Tätige aufgelöst (s. Punkt 4).
In den Haushaltsberatungen wurde beschlossen, dass der Etat für die Frauenprojekte „Notruf“ und „Frauenräume“ in 2004 um 14 % gekürzt wird. Diese Einsparungen werden zu Lasten der Personalkosten gehen und führen zu einer drastischen Einschränkung des Leistungsangebots.
Die beiden Frauenberatungsstellen arbeiten seit fast 15 Jahren mit hoher fachlicher Kompetenz und Engagement in der Krisenintervention, insbesondere im Bereich Gewalt gegen Frauen und in der Lebenshilfeberatung. Diese Arbeit kann von anderen Stellen nicht aufgefangen werden.
In 2004 soll gemeinsam mit den Frauenprojekten ein Finanzierungskonzept für die bestehenden Frauenberatungsstellen entwickelt werden, da weitere Kürzungen in Aussicht gestellt wurden.
Der Erhalt frauenspezifischer Strukturen ist aus gleichstellungspolitischer Sicht unbedingt erforderlich, bis die Chancengleichheit von Frauen erreicht ist. Es muss daher sorgfältig geprüft werden, mit welchem Mittelaufwand ein Mindeststandard noch erhalten werden kann.
Gleichermaßen stehen die Kosteneinsparungen im Kindertagesstätten- und Jugendhilfebereich dem Ziel einer besseren Gleichstellung der Geschlechter entgegen. Hierzu hat die GB eine entsprechende Stellungnahme abgegeben. Nicht Kürzungen sondern Investitionen in den Ausbau der Angebotsstruktur von Kindertagesstätten, Krippen und Horten wären notwendig, die zu einer höheren Erwerbsbeteiligung von Müttern führen und somit zur Erzielung zusätzlicher volkswirtschaftlicher Wertschöpfung beitragen.

2. Frauen und Arbeit im externen Bereich

Ziel: Verbesserung der Qualifizierungs- und Arbeitsmöglichkeiten von Frauen - insbesondere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Besetzen von Führungspositionen, Unterstützung bei der eigenen Existenzsicherung, Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen sowie Steigerung des Anteils junger Frauen an technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungen und Studiengängen

Die GB des Kreises Ostholstein organisiert bereits seit 8 Jahren spezielle Angebote
für Existenzgründerinnen: Seminare, kreisweite Informationsveranstaltungen und Stammtische.
Mit diesen Angeboten sollen Frauen unterstützt und ermutigt werden, sich selbstständig zu machen, und sich das notwendige Wissen anzueignen, damit sie erfolgreich sind.
Im Berichtszeitraum lag ein Schwerpunkt der Arbeit bei Angeboten für Unternehmerinnen und Frauen, die in der Privatwirtschaft beschäftigt sind.
Deswegen wurde der entsprechende Personenkreis von der GB und der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH) erstmalig zu einer Visitenkartenparty in das Gewerbezentrum Oldenburg eingeladen. Es sollte ein Forum geboten werden, in dem Frauen in einer angenehmen Atmosphäre ihre geschäftlichen Kontakte zu anderen erweitern können, durch den Austausch von Erfahrungen und neuen nützlichen Informationen. Netzwerke und Kontakte sind ein wichtiges Kapital für ein Unternehmen.
Die Visitenkartenparty wurde von mehr als 60 Teilnehmerinnen aus dem Kreisgebiet  besucht und war ein voller Erfolg.
Gleichzeitig wurde bei den Teilnehmerinnen für die geplante 3. Lübecker Frauenmesse am 2. Oktober 2004 geworben.Bisher war es vornehmlich Lübeckerinnen vorbehalten, ihr Unternehmen mit einem Stand auf den bisherigen Frauenmessen im Lübecker Rathaus zu präsentieren. Auf der kommenden Frauenmesse wird der Kreis der Ausstellerinnen auf die Regionen Ostholstein und Storman erweitert. Die GB und die EGOH werden als Mitveranstalterinnen auftreten und dieses Forum für Unternehmerinnen und Gründerinnen mitorganisieren. Die aufwendigen Vorbereitungen haben bereits begonnen.
Des weiteren arbeitet die GB im Lübecker Arbeitskreis „Frauen in der Wirtschaft“ mit, der von der IHK Lübeck/OH im Mai 2003 ins Leben gerufen wurde. Dem Arbeitskreis gehören überwiegend Frauen in Führungspositionen an. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft zu fördern. Insbesondere soll in regionalen Unternehmen für den Ausbau von familienfreundlichen Maßnahmen geworben werden. Dadurch soll die Erwerbsquote von Frauen von derzeit 60 % weiter gesteigert und insbesondere der Anteil der Frauen in Führungspositionen erhöht werden.
Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit  startet der Arbeitskreis am 10.Februar 2004 mit einer Informationsveranstaltung in Lübeck unter Beteiligung der schleswig-holsteinischen Ministerin für Justiz, Familie, Jugend und Frauen zum Thema familienfreundliche Betriebe. Die Veranstaltung wird Teil der landesweiten Kampagne des Ministeriums zum Jahr der Familie. Zielgruppe werden vorrangig die größeren regionalen Unternehmen sein.

Um weitere Qualifizierungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Frauen zu unterstützen, arbeitete die GB weiterhin mit im
·       Regionalbeirat als Mitglied, jährlich wechselnd mit der GB der Hansestadt Lübeck, Elke Sasse und im
·       Beirat Frau und Beruf, der die Lübecker Weiterbildungsberatungsstelle Frau und  Beruf unterstützt, die auch in Ostholstein Beratungstermine anbietet.
Um eine Trendwende in der Berufsorientierung von Mädchen einzuleiten, wurde in 2003 erstmals ein „Girls’ Day“ in Eutin veranstaltet. Am 8. Mai, dem Mädchen-Zukunftstag 2003, dessen Schirmherrschaft Landrat Sager übernommen hatte, nahmen Frauen und Männer die Mädchen mit zur Arbeit.
Der „Girls’ Day“ ist ein jährlicher Aktionstag, der in Deutschland zum dritten Mal durchgeführt wurde. Mädchen sollen an diesem Tag durch Eltern, Verwandte oder Freunde einen Einblick in die Berufswelt erhalten.
Die Kreisverwaltung ging mit gutem Beispiel voran und bot 12 Mädchen die Gelegenheit, sich über technische Berufsfelder im öffentlichen Dienst zu informieren.
Im Vorfeld hatte sich ein regionaler Arbeitskreis gebildet, der den Girls’ Day zunächst schwerpunktmäßig für die Eutiner Schulen realisieren wollte und in dem u.a. auch die EGOH vertreten war. Der Arbeitskreis unterstützte die Suche nach Tages-Praktikantinnen-Plätzen und organisierte ein Rahmenprogramm.
Insgesamt haben ca. 100 Eutiner SchülerInnen erstmals am Girls’Day teilgenommen. Angestrebt wird die Etablierung des Girls’ Day für die kommenden Jahre im ganzen Kreisgebiet. In 2004 findet der Girls’ Day am Donnerstag, dem 22. April statt.
Als Rahmenprogramm organisierte die GB für Schülerinnen zwei Theateraufführungen im Webergymnasium und in der Kreisbibliothek. Das dargebotene Theaterstück „Forget Madonna“ handelte von Schönheitswahnsinn, Starkult und der Suche nach dem eigenen Lebensweg.
Die Auswertung des Girls’ Day über Fragebögen ergab u.a.:
·     Die Zufriedenheit war am höchsten, wenn sich die Mädchen den Platz selbst gesucht hatten.
·     Der Grad der Zufriedenheit war höher, je mehr die Mädchen selbst machen durften und je mehr Aufmerksamkeit ihnen und ihren Fragen geschenkt wurde.
·     Viele Teilnehmerinnen bedauerten, dass das Praktikum so kurz war.
·     Alle Teilnehmerinnen möchten am nächsten Girls’ Day wieder teilnehmen.

3. Gleichstellungsarbeit in der Kreisverwaltung

Ziel: Verbesserung der Arbeitssituation von Mitarbeiterinnen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer

Zu den Aufgaben der GB gehört überwiegend die Mitwirkung bei Personalentscheidungen, insbesondere auch bei Personalauswahlverfahren. Bei dieser sehr zeitintensiven Aufgabe ging es hauptsächlich um die Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes und des Frauenförderplans.
Der Berichtszeitraum war auch in diesem Bereich geprägt durch Kostensenkungen und die Neustrukturierung des Verwaltungsaufbaus. Die neue Verwaltungsgliederung wurde ohne Ausschreibungen mit dem vorhandenen Personal umgesetzt. Das bedeutet, dass ausschließlich männliche Beschäftigte mit Leitungsfunktionen davon profitiert haben, indem sie höher dotierte Stellen erhalten haben. Wie bereits der letzte Personalentwicklungsbericht deutlich gemacht hat, stagniert die Förderung von Frauen in Führungspositionen damit weiterhin.
Das Ziel der Einführung von Telearbeitsplätzen für zunächst 2-3 Beschäftigte der Kreisverwaltung ist nicht erreicht worden. Durch eine Erprobungsphase sollte eine weitere Möglichkeit getestet werden, Arbeit und Arbeitszeit flexibler und effizienter zu organisieren. Auf die entsprechende Ausschreibung gingen acht Bewerbungen ein. Die Prüfung der Bewerbungen anhand der Ausschreibungskriterien hat zu dem Ergebnis geführt, dass keine dieser Bewerbungen die Voraussetzungen für eine pilothafte Erprobung von Telearbeit erfüllt. Die Realisierung des Pilotprojektes soll insoweit zunächst ausgesetzt werden, bis geeignete BewerberInnen vorhanden und die Kosten vertretbar sind.
Die GB hat an folgenden regelmäßigen Sitzungen teilgenommen :
·         Dezernentenkonferenzen / Fachbereichsleitungskonferenzen
·         Gesprächsrunden mit Hauptamtsleiter und Leiterin Personalabteilung
·         Monatsgesprächen mit dem Personalrat
·         Verschiedene Ausschusssitzungen
·         Informeller Stammtisch für weibliche Führungskräfte

Die Produktbeschreibungen und das interne Berichtswesen der GB wurden überarbeitet und der Tätigkeitsbericht erstellt und vorgestellt.
Die Gleichstellungsbeauftragten haben an zwei PC-Schulungen teilgenommen.

4. Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen

Ziel: Aktive Frauenpolitik zur Verbesserung der Situation von Frauen in Ostholstein  durch Vernetzung von verschiedenen Institutionen und AkteurInnen

Der seit 1998 bestehende Beirat für frauenpolitisch Tätige wurde überraschend im April durch Beschluss des Kreistages aufgelöst. Dabei ging es in der Begründung nicht vorrangig um ein Einsparungsziel, sondern darum, dass die Kreistagsabgeordneten künftig selbst frauenpolitische Aufgaben wahrnehmen sollen.Darüber hinaus soll die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der GB gestärkt werden.
Die GB bedauert den Wegfall des Beirats. In konstruktiver Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung und in Ergänzung zur Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten wurden durch die mitwirkenden Initiativen und Verbände die Interessen von Frauen wirksam vertreten.
Die Beiratsmitglieder sind übereingekommen, ihre bisherige Arbeit in Form eines frauenpolitischen Arbeitskreises fortzusetzen. Der Arbeitskreis hat sich inzwischen  neu konstituiert und wird sich regelmäßig weitertreffen.

Im Rahmen des Kooperations- und Interventionskonzeptes (KIK) gegen häusliche Gewalt an Frauen in Schleswig- Holstein fand der erste „Runde Tisch Ostholstein“ statt. Die bestellten Koordinatorinnen der Frauenberatungsstellen Notruf und Frauenräume werden dreimal jährlich VertreterInnen von Polizei, Justiz, Beratungseinrichtungen, Gesundheitsberufen und Jugendhilfe sowie die GB zusammenführen. Ziel ist, dass die verschiedenen Institutionen ihr Vorgehen gegen häusliche Gewalt – bei polizeilicher Wegweisung von Gewalttätern, Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes und Präventionsarbeit - miteinander abstimmen und zu einer möglichst lückenlosen Interventionskette verknüpfen.



5. Weitere Veranstaltungen

Ziel: Sensibilisierung für frauenrelevante Themen durch Öffentlichkeitsarbeit

Im Berichtszeitraum wurden weiterhin folgende Veranstaltungen organisiert und Informationsschriften herausgegeben:
·    „Rache“ – Kabarettprogramm von Lisa Politt anlässlich des Internationalen Frauentages in Zusammenarbeit mit der Kreisbibliothek und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Eutin (130 Tln.)
·    „Selbstverteidigung und Selbstbehauptung“ – 2 eintägige Kurse in Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverband Ostholstein und dem Verein Ehemaliger Fachschulabsolventen (33 Tln.)
·    „Weil es um die Menschen geht“ – Die Krankenschwester Karla Schefter berichtet von ihrem Einsatz beim Aufbau eines Krankenhauses in Afghanistan in Zusammenarbeit mit der Kreisbibliothek ,dem Evangelischen Frauenwerk, Terre des Femmes und dem Frauenring Eutin (45Tln.)
·    „Fahnenaktion“ - gemeinsame Pressekonferenz zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen mit Gleichstellungsbeauftragten und Frauenprojekten und Hissen der Fahne “Frei leben ohne Gewalt“ vorm Kreishaus
·         „Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung“ - Herausgabe einer Informationsbroschüre mit der Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten in Schleswig-Holstein (Verteilung von 150 Exemplaren)
Insgesamt haben wir mit den hier genannten Veranstaltungen 208 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Zusätzlich wurden die genannten 150 Broschüren und weitere Informationsschriften an Institutionen und an Einzelpersonen verteilt. Weiterhin wurden im Berichtszeitraum verschiedene Pressemeldungen herausgegeben und veröffentlicht.

6. Beratung und Informationen für Frauen

Ziel: Konkrete Einzelfallhilfe mit Bedarfsermittlung für die Strukturierung der Gleichstellungsarbeit

Im Aufgabenbereich Beratung für Frauen wurden 184 Einzelberatungsgespräche mit ratsuchenden Frauen gezählt.
Die Hälfte der Beratungen betrafen Fragen und Probleme zur Arbeitssituation, 34% der Anfragen betrafen Informationen über andere Beratungsstellen oder Institutionen, die restlichen 16% der Anfragen kamen aus den Bereichen Sozialhilfe, Gewalt, Scheidung, Kinderbetreuung und Elternzeit.
Im Jahr 2003 wurde damit begonnen, die Öffentlichkeitsarbeit der GB durch das Medium Internet zu ergänzen. Die Internetseite befindet sich noch im Aufbau. Zur Zeit sind Informationen über Frauenprojekte, Veranstaltungen der GB sowie andere aktuelle gleichstellungsrelevante Informationen abrufbar.

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde der zuletzt 1995 aufgelegte  „Wegweiser für Frauen in Ostholstein“ überarbeitet.  Aus Kostengründen wird der Wegweiser zunächst nicht in Druckform erscheinen sondern auf der Internetseite der GB. Die Informationen über die Beratungsmöglichkeiten werden nach und nach in den Behördenwegweiser des Kreises Ostholstein (Ostholsteinportal) eingegeben.





7. Überregionale Mitarbeit in Arbeitskreisen von Gleichstellungsbeauftragten



Ziel: Informationsaustausch und Mitwirkung an Stellungnahmen zu landes- und bundespolitischen Vorhaben, die Auswirkungen auf Frauen haben



Die Mitarbeit in Arbeitskreisen der Gleichstellungsbeauftragten erfolgte in :
·       4 Sitzungen des Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Ostholstein
·       3 Sitzungen der Regionalgruppen und 4 Vollversammlungen der Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten in Schleswig-Holstein(LAG)

Die Schwerpunktthemen auf LAG-Ebene waren:
* Aktuelle Entwicklungen im Kindertagesstättenbereich in Schleswig-Holstein
* Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein
* Regionale Umsetzung der Hartz-Gesetze
* Frauengesundheitspolitik
* Equal-Pay – Anwendung des Grundsatzes der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer bei gleichwertiger Arbeit

8. Fazit und Ausblick

Durch Veranstaltungen, Broschüren, Pressearbeit, Beratungen, Verwaltungs- und Selbstverwaltungsarbeit und in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wurden insgesamt wieder eine große Anzahl von Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht.
Insbesondere die neuen Schwerpunkte „Frauen in der Privatwirtschaft“ und „Mädchen-Zukunftstag“ fanden hohen Zuspruch ebenso wie die angebotenen Selbstverteidigungskurse für Frauen im Rahmen der Gewaltpräventionsarbeit. Diese Schwerpunktarbeit soll in 2004 fortgesetzt werden.
Im Berichtszeitraum wurden Vorbereitungen für folgende Projekte getroffen:
·       Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs
·       Vortrag zu Gender mainstreaming
·       Kabarettprogramm „Best of Herrchens Frauchen“ anlässlich des Internationalen Frauentages
·       Koordination der Maßnahmen zum „Girls Day“
·       3. Lübecker Frauenmesse
·       Frauenpolitische Vortragsreihe
·       Online-Wegweiser für Frauen in Ostholstein
Der Auftrag der Frauenpolitik an die GB beinhaltet zum einen die entschiedene Interessenvertretung von Frauen, zum anderen umfasst er die Aufgabe, Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierungen zu unterstützen.
Dazu gehören u.a. die Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes im öffentlichen Dienst, die Förderung von Erwerbsmöglichkeiten für Frauen, die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes und die Förderung verschiedener Beratungseinrichtungen für Frauen in schwierigen Lebenssituationen.
Die GB wird versuchen, eine aktive Frauenpolitik voranzutreiben. In 2004 wird es vor allem darum gehen, die bestehenden frauenpolitischen Strukturen zu erhalten, die in den letzten 16 Jahren aufgebaut wurden. Es bleibt insbesondere zu hoffen, dass es gemeinsam mit der Politik gelingt, eine verlässliche, langfristige Existenzgrundlage für die Frauenprojekte zu schaffen, damit dort weiterhin eine qualifizierte Arbeit geleistet werden kann.