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Mittwoch, 29 März 2017
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Eutin / Siblin. Der Rettungshubschrauber „Christoph 12“ in Ostholstein hat im letzten Jahr insgesamt 1.339 Einsätze geflogen. Die Anzahl der Einsätze auch der vergangenen Jahre zeige die Bedeutung der Luftrettung für die Region in erheblichem Maße, erklärte heute (18. März) Landrat Reinhard Sager. Die Luftrettung habe sich in den vielen Jahren seit der Indienststellung des ersten Hubschraubers im Jahre 1976 überaus bewährt. Dieses werde ganz sicher auch in Zukunft so sein, so Sager. Den Besatzungsmitgliedern des Rettungshubschraubers müsse für ihren aufopferungsvollen Einsatz Dank und große Anerkennung ausgesprochen werden.
 
Seit 35 Jahren gibt es bereits den Rettungshubschrauber „Christoph 12“ in Ostholstein. Insgesamt habe es in dieser Zeit rund 37.500 Einsätze gegeben. Zunächst in Eutin stationiert, hat der Hubschreiber seit fast vier Jahren seinen Standort in Siblin. Die Standortverlegung von Eutin nach Siblin wurde aufgrund einer Abstimmung mit den Krankenkassenverbänden Schleswig-Holstein im Rahmen ihres Stationierungskonzeptes von Rettungshubschraubern im Land, aber auch aus flugsicherheitstechnischen Gründen vorgenommen.
 
Kurz nach dieser Standortverlegung im Jahre 2007 kam ein neuer moderner Hubschrauber zum Einsatz. Der Einsatzradius von 50 bis 70 Kilometern Luftlinie umfasst neben Ostholstein auch die Kreise Plön, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie das nördliche Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern (Wismar). Hinzu kommen die kreisfreien Städte Lübeck, Kiel und Neumünster. Mit einer Eintreffzeit von 15 Minuten ist ein Einsatzort in einem Radius von 50 Kilometern, mit 21 Minuten ein Radius von 70 Kilometern erreicht. Täglich von 7 Uhr bis Sonnenuntergang ist der Hubschrauber mit seiner Besatzung bestehend aus Pilot, Notarzt und Rettungsassistent in Einsatzbereitschaft.
 
Die Alarmierung kann über die Rettungsleitstelle Ostholstein unter den Telefonnummer 04521 / 73639 und die Notrufnummern 110 und 112 erfolgen. Jeder kann alarmieren, Kosten entstehen dem Alarmierenden nicht. 

Hintergrund:

Vorrangig ist der Rettungshubschrauber „Christoph 12“ im Rahmen der Notfallrettung im Einsatz. Also immer dann, wenn ein Notfallort vom bodengebundenen Rettungsdienst nicht innerhalb der Hilfsfrist erreicht wird oder die notärztliche Versorgung nicht auf andere Weise sicher gestellt werden kann. Zur Ausrüstung gehören alle für die Erstversorgung notwendigen medizinischen Geräte wie zum Beispiel Beatmungsgerät, EKG- Defibrillator und Herzschrittmacher.   Auch werden Transporte von Patienten von einer Notfallstelle in eine geeignete Behandlungseinrichtung vorgenommen. Bei entsprechender medizinischer Indikation werden Patienten auch von einer Behandlungseinrichtung in eine für die weitere Behandlung geeignete Behandlungseinrichtung transportiert. Genauso finden Transporte von lebensnotwendigen Medikamenten, Blutkonserven und von Organen für Transplantationen statt. Auch die mit einem Rettungseinsatz notwendigen Suchflüge in dringenden Fällen gehören dazu.   Im Schleswig-Holstein sind drei Rettungshubschrauber (Niebüll, Rendsburg, Siblin) stationiert. Der südliche und südwestliche Teil des Landes wird durch in Hamburg stationierte Rettungshubschrauber abgedeckt.

Die Einsatzzahlen „Christoph 12“ der letzten Jahre:

2006              1.315
2007              1.393
2008              1.502
2009              1.338

Autor: Die Pressesprecherin, 18.03.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein