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Donnerstag, 21 September 2017
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Eutin. Die Noroviren-Infektionen nehmen zur Zeit saisonal bedingt wieder zu, bewegen sich aber im normalen Rahmen, so der Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein heute (21. März) in einer Pressemitteilung. Ein Anstieg der durch die Noroviren verursachten „Brechdurchfallerkrankungen“ (Gastroenteritis) sei besonders in den Wintermonaten zu verzeichnen. Bei einer Noroviren-Infektionen bestehe oft ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Bauch-, Kopf- und Muskelschmerzen, begleitet von Übelkeit und Mattigkeit sowie möglicherweise einer erhöhten Körpertemperatur, erklärt der Fachdienst Gesundheit. Die akute Krankheitsphase dauere meist 12 bis 72 Stunden.
 
Noroviren werden über den Stuhl des Menschen und über Erbrochenes ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt überwiegend als Schmierinfektion, zum Beispiel durch eine unzureichende Toilettenhygiene oder über Tröpfchen bei Kontakt zum Betroffenen während des Erbrechens. Nach einer durchgemachten Infektion hinterlässt der Erreger keine oder eine nur sehr kurze Immunität, so dass eine erneute Infektion möglich ist.
 
Zum Ausbruch der Erkrankung kommt es innerhalb von einem bis drei Tagen nach der Erregeraufnahme (Inkubationszeit). Ansteckungsfähig sind besonders Personen während der akuten Erkrankung. Aber auch nach dem Abklingen der Symptome besteht für mindestens zwei Tage, oft jedoch bis zu 14 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen, eine Ansteckungsfähigkeit. Aus diesem Grund sind die erforderlichen Verhaltensmaßnahmen zeitlich dementsprechend lang, auch nach Abklingen der Symptome, weiterzuführen.
 
Von grundsätzlicher Bedeutung sei daher die strenge Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln, erklärt der Fachdienst Gesundheit. So sollte bei der Betreuung von erkrankten Personen unbedingt ein wirksames Händedesinfektionsmittel verwendet werden, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und das Abtrocknen der Hände mit Einmalpapiertüchern geschehen. Entsprechende Mittel und Utensilien sind in der Apotheke erhältlich. Personen, die eventuell Kontakt mit Stuhl oder Erbrochenem eines Erkrankten haben, sollten für die folgenden zwei Wochen eine besonders gründliche Händehygiene betreiben.
 
Wäsche und Handtücher sollten mit einem Vollwaschmittel bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Flächen wie Waschbecken, Toiletten oder Türgriffe, die mit Erbrochenem oder mit Stuhl im Kontakt waren, sollten unter Benutzung von Gummihandschuhen und Einwegtüchern regelmäßig gründlich gereinigt werden.
 
Der Fachdienst Gesundheit steht für weitere Fragen unter der Telefonnummer 04521 / 788-135 gerne zur Verfügung.

Autor: Die Pressesprecherin, 21.03.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein