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Montag, 25 September 2017
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Eutin. Auf die Diskussion über die Fortführung des AnrufBusses im Nordkreis reagierte heute (8. April) der Kreis Ostholstein. Wie in den Lübecker Nachrichten Nord vom 6. April dargestellt, hatte Adolf Bollmann von Bündnis 90 / Die Grünen dem Kreis Missmanagement, die Verletzung seiner Aufsichtspflicht und ein altes Verkehrskonzept vorgeworfen. Landrat Reinhard Sager hierzu: „Diese Unterstellungen und der Vorwurf, dass durch den Wegfall des AnrufBusses eine Konkurrenzsituation für einen etwaigen neuen Betreiber des Linienbetriebes vermieden werden würde, entbehren jeglicher Grundlage.“ Vielmehr sei bei der derzeitigen Ausschreibung der Verkehrsleistungen im nördlichen Kreisgebiet ausdrücklich vorgesehen, dass sowohl der zukünftige Konzessionär als auch ein anderer Unternehmer den AnrufBus betreiben könne.
 
Unabhängig davon seien die Kosten für den AnrufBus zur Zeit einfach zu hoch. Weil nicht genügend Fahrgäste pro Fahrt gemeinsam den AnrufBus nutzen, sei die dadurch überwiegend stattfindende Einzelbeförderung auf Dauer durch die öffentliche Hand nicht bezahlbar. So müsse trotz Fördermittel immer noch ein jährliches Defizit in Höhe von rund 165.000 Euro finanziert werden. Hiervon trage der Kreis bereits etwa 110.000 Euro jährlich, den Rest die Kommunen. Auch habe der Kreis über seinen Anteil hinaus noch weitere nicht gedeckte Kosten übernommen.
 
Landrat Sager: „Verschiedenste Möglichkeiten zur Kostensenkung sind bereits erfolgt. Letztlich lässt sich jedoch der AnrufBus unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht finanzieren.“ Die Kreisverwaltung stehe in einem intensiven Kontakt mit den Kommunen, um möglichst schnell zu einer verkehrlich sinnvollen und gleichermaßen finanzierbaren Lösung zu kommen. 
 

Autor: Die Pressesprecherin, 08.04.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein