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Montag, 23 Oktober 2017
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Malente. Das Migrations-Forum Ostholstein kann im zehnten Jahr seines Bestehens auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Das ursprüngliche Ziel, die Integrationsarbeit für Migranten, besonders für anerkannte Asylberechtigte zu verbessern, konnte eindeutig erreicht werden, so Landrat Reinhard Sager heute (31. August) in einem kleinen Festakt in Malente. Der Vorsitzende des Forums, Wolfgang Hafemann, hob hervor, dass es außerdem gelungen sei, die verschiedenen Beratungsangebote unter einem gemeinsamen Namen zu vernetzen. An dem Festakt nahmen auch Vertreter der beteiligten Organisationen, wie zum Beispiel das Christliche Jugenddorf Deutschland in Eutin, das Deutsche Rote Kreuz, der Frauen-Mädchen-Notruf Eutin, Amnesty International Eutin und Neustadt und der Kinderschutzbund Ostholstein in Neustadt teil.
 
Das Migrations-Forum ist ein Zusammenschluss aller im Kreis Ostholstein tätigen Organisationen und Initiativen, die in der Migrationsarbeit haupt- und ehrenamtlich tätig sind. Der Fachdienst Soziale Hilfen des Kreises Ostholstein ist dafür geschäftsführend tätig. Das Forum ist unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell nicht gebunden. Zur Zielgruppe gehören alle Ausländer, Flüchtlinge, Spätaussiedler, ausländische Arbeitnehmer sowie Partner binationaler Ehen und Lebensgemeinschaften.
 
In den Sitzungen des Migrations-Forums wird über die Arbeit mit und für Migranten informiert. Themen und Problempunkte wie beispielsweise Sprachförderung, Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder, Auswirkungen der Gesundheitsreform auf Migranten, Arbeitserlaubnisse für Flüchtlinge oder Qualifizierung und Anerkennung der im Ausland erworbenen Schul- und Berufabschlüsse stehen immer wieder auf der Tagesordnung. Daneben werden die Vertreter von Projekten und Initiativen, Vereinen und Behörden zur Vorstellung ihrer Migrationsarbeit eingeladen. Auf Initiative des Forums sind außerdem die Adressenbroschüren „Wegweiser Asyl“ und „Das Migrations-Forum stellt sich vor“ veröffentlicht worden.
 
Landrat Sager lobte die Mitwirkenden für ihre bisherige Arbeit und sprach allen, die sich in der Ausländerarbeit engagieren, Dank und Anerkennung aus. „Es geht dem Kreis und dem Forum darum, die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um Mitbürgern nichtdeutscher Muttersprache bei uns ein Leben in Würde und Achtung zu ermöglichen. Dazu zählt die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und Ausbildung, Arbeit, Wohnraum, sozialer und gesundheitlicher Versorgung genauso wie Akzeptanz, Toleranz und Fremdenfreundlichkeit.
 
Im Kreis Ostholstein leben zur Zeit rund 7.000 Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen.

Autor: Die Pressesprecherin, 31.08.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein