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Donnerstag, 19 Oktober 2017
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Timmendorfer Strand. Zum heutigen (25. September) bundesweiten „Tag der Zahngesundheit“ fanden in der Grund- und Regionalschule auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Ostholstein (AJO) vielfältige Aktionen rund um das Thema Zahnpflege statt. 200 Schüler aus Niendorf und Timmendorfer Strand sollten so für das wichtige Thema Zahnpflege noch mehr sensibilisiert werden.
 
Die AJO hatte hierzu verschiedene Stände mit unterschiedlichen Aktionen in der Turnhallte aufgestellt. Nach dem gemeinsamen Singen des Zahnputz-Raps, konnten Backenzähne geknetet, der Zahnputzführerschein erworben oder auch kariöse Zähne durch ein Mikroskop betrachtet werden. Natürlich wurde auch das „richtige“ Zähneputzen geübt und ein gesundes, zahnfreundliches Frühstücksbuffet angeboten. Ein kleiner Wettkampf zum Thema zahngesunde Lebensmittel, bei dem jeweils zwei Klassen gegeneinander antraten, mit anschließender Siegerehrung, rundete das Programm ab. Alle Beteiligten waren sich einig über die enorme Bedeutung der Gruppenprophylaxe.
 
Im Kreis Ostholstein werden von den Prophylaxehelferinnen der AJO jährlich rund 260 Kindergartengruppen und 500 Schulklassen bis zum sechsten Schuljahr – das sind rund 12.000 Kinder – betreut und mit Zahnpflegematerial ausgestattet. In diesem Rahmen wird ihnen das Wissen über ihre Zähne, deren Pflege und eine zahngesunde Ernährung in altersgerechter Form vermittelt. Der Gesundheitszustand der Kindergebisse wird außerdem von den beiden Zahnärzten des Fachdienstes Gesundheit des Kreises überprüft. Da fast 60 Prozent der Kinder naturgesunde Gebisse haben, erhalten nur wenige einen Elternbrief mit Empfehlungen zur Verbesserung des Gebisszustands.
 
Die Gruppenprophylaxe stelle einen ausgezeichneten Beitrag zur Gesundheitserziehung und damit zur Verbesserung der Lebensqualität der Kinder dar, so die AJO. Besonders Karies (Zahnfäule) und Parodontitis (Entzündung des  Zahnhalteapparates) treten nach wie vor bei Erwachsenen und Kinder gleichermaßen auf und führen unbehandelt zum Verlust der Zähne. Sie seien zwar nicht erblich und können auch nicht durch Ansteckung übertragen werden. Trotzdem müsse durch Mund- oder Zahnreinigung nachgeholfen werden. Das Mindeste sei nach dem Essen das Ausspülen der Mundhöhle mit Wasser oder Mineralwasser, das Beste wäre Zähneputzen. Wichtig sei auch die gesunde Ernährung. Zahngesund sind Lebensmittel die eine hohe Kauleistung voraussetzen und sich danach mit Speichel verdünnt möglichst rückstandslos schlucken lassen. 
   

Hintergrund:

Die AJO wurde in 1991 für den Kreis Ostholstein gegründet, um die im Sozialgesetzbuch V geregelte Gruppenprophylaxe umzusetzen. Sie ist ein Zusammenschluss der niedergelassenen Zahnärzte, von Vertretern des Kreises und aller gesetzlichen Krankenkassen. Die Aufgabe der AJO besteht darin, gemeinsam und einheitlich Maßnahmen zur Verhütung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Nicht zuletzt unterstützt die AJO die Kindergärten bei der Ausstattung von Zahnpflegeräumen und versorgt die Einrichtungen zum Teil mit zahngesundheitlichen Lehr- und Anschauungsmaterial. 

Autor: Die Pressesprecherin, 25.09.2012 
Quelle: Kreis Ostholstein