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Montag, 21 August 2017
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Eutin. Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein empfiehlt erneut eine Schutzimpfung gegen die Virusgrippe (Influenza). Für chronisch Kranke und Ältere sollte die Impfung mittlerweile selbstverständlich sein, denn schwere Verläufe können dadurch verhindert werden. Jetzt ist noch der richtige Zeitpunkt für eine Impfung. Der Engpass in der Impfstoffversorgung sei inzwischen behoben, so die Fachdienstleiterin Dr. Maria Kusserow.
 
Die Schwere einer Influenza lässt sich nicht vorhersagen. Sie ist nicht mit Erkältungen oder so genannten Sommergrippen zu verwechseln. Rund fünf Prozent aller Bürger erkranken jährlich an Influenza. Einige von ihnen sind hierfür besonders anfällig: Personen über 60 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen an Lunge, Herz, Kreislauf, Leber und Niere sowie Diabetiker. Für sie wird die Grippeschutzimpfung dringend empfohlen. Personen mit Blutarmut oder mit Immundefekten und jene, die Kontakt mit vielen Menschen haben, wie zum Beispiel in Bussen, Betrieben, Kliniken, Pflegeheimen sollten sich unbedingt durch eine Impfung schützen. Auch Schwangeren und Personen mit neurologischen Krankheiten wird diese Präventionsmaßnahme empfohlen. Es ist nur eine Impfung notwendig. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Chancen hat die Influenza, sich auszubreiten. Geimpfte Personen stecken sich weit weniger häufig an und geben das Virus im Falle einer Erkrankung in abgeschwächter Form weiter.
 
Die Virusgrippe kann, insbesondere bei Risikogruppen, tödlich verlaufen. Die bisherigen Impfstoffe werden jährlich aktualisiert, weil sich das Virus ständig geringfügig verändert. Sie wirken effektiv, sind gut verträglich und schützen je nach Altersgruppe bis zu 90 Prozent der Geimpften. Die Impfung wird von den niedergelassenen Ärzten verabreicht. Die Kosten dafür tragen in der Regel die Krankenkassen. Ein Impfschutz wird nach ungefähr vierzehn Tagen aufgebaut und hält mehrere Monate an.
 
Die schwere Atemwegserkrankung, die anfänglich einer harmlosen Erkältung ähnelt, wird durch Tröpfchen beim Husten, Niesen sowie durch Körperkontakte wie Händeschütteln übertragen. Neben Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen und Heiserkeit bemerkt der Betroffene im weiteren Verlauf Schweißausbrüche, Frösteln, hohes Fieber bis über 40 Grad Celsius und ein allgemeines Schwächegefühl. Die Virusgrippe verursacht wesentlich stärkere und länger andauernde Beschwerden als ein „grippaler Infekt“. Gefürchtet ist die Erkrankung wegen ihrer Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Bronchitis und Lungenentzündung und Komplikationen mit Todesfolge.
 
Wer unbeschadet durch den Winter kommen möchte, sollte zusätzlich seine Abwehrkräfte mit einfachen Hausmitteln stärken. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft und Vitaminzufuhr durch frisches Obst und Gemüse. Sie können eine Grippeerkrankung allerdings nicht verhindern. Gestärkte Abwehrkräfte können gemeinsam mit einer Impfung die Schwere des Verlaufes positiv beeinflussen und die Folgeerscheinungen reduzieren.
Autor: Die Pressesprecherin, 07.12.2012 
Quelle: Kreis Ostholstein