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Sonntag, 24 September 2017
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Bad Oldesloe. Die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS) für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Stormarn hat heute (5. Februar) offiziell ihren Dienstbetrieb aufgenommen.
 
Die Landräte, Klaus Plöger (Stormarn), Reinhard Sager (Ostholstein) und stellvertretender Landrat Norbert Brackmann, (Herzogtum Lauenburg) übergaben in Anwesenheit der Verantwortlichen aus Politik, Feuerwehr und Verwaltung die neue Leitstelle durch den symbolischen Knopfdruck ihrer Bestimmung.
 
Die Kreistage hatten im Dezember 2011 beschlossen, ihre Aufgaben als Träger des Rettungsdienstes, Brand- und Katastrophenschutzes in einer Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe gemeinsam wahrzunehmen. Bereits 2006 war es zum Zusammenschluss der Kreise Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg gekommen.
 
Die Kosten für die technische Erweiterung des Einsatzleitsystems betragen ca. 470.000 Euro. Allerdings verzögerte sich die Inbetriebnahme durch die Umsetzung der neuen Europäischen Norm DIN EN 50518 für Alarmempfangsstellen (u.a. Leitstellen) um drei Monate. Bauliche Investitionen in Höhe von ca. 500.000 Euro mussten für die Abwehr von kriminellen Handlungen, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen, Zutrittskontrollanlagen sowie für Brandschutz und Notstrom zusätzlich getätigt werden. Die Gesamtkosten betragen somit fast 1 Million Euro. Einen großen Anteil tragen davon jeweils die Kreise Stormarn (390.000 Euro) und Ostholstein (580.000 Euro). Der Kreis Ostholstein muss darüber hinaus noch rund 300.000 Euro aufwenden für technische und bauliche Maßnahmen im Kreishaus  aufgrund des Auszuges der Rettungsleitstelle.
 
„Jetzt sind die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, den Bürgerinnen und Bürgern in den drei Kreisen im Notfall eine uneingeschränkte Erreichbarkeit der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sicherstellen zu können. Ein weiteres gutes Beispiel kreisübergreifender Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung“, erklärte Stormarns Landrat Klaus Plöger.
 
Landrat Reinhard Sager äußerte sich zufrieden, darüber, dass die Kreise die Kooperation selbst angestrebt und erreicht haben. Zuversichtlich äußerte er sich zur Wahrnehmung der Aufgaben. „Die Leitstelle wurde bisher für zwei Kreise erfolgreich betrieben, zukünftig wird sie dies auch für drei Kreise erfolgreich leisten können.“
 
Die IRLS ist nun für ein Gebiet von Geesthacht bis Burg auf Fehmarn (3421 km²) mit ca. 625.000 Einwohnern zuständig. Zukünftig werden ca. 120.000 Einsätze pro Jahr für den Rettungsdienst und die Feuerwehren alarmiert und koordiniert. Dazu gehören 365 Feuerwehren, etwa 80 Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes, zusätzlich Einheiten der Schnelleinsatzgruppen, des Katastrophenschutzes und der in Siblin stationierte Rettungshubschrauber Christoph 12. Ein Gutachten legt die Personalbemessung für die Leitstelle fest. Künftig werden 24 Einsatzsachbearbeiter die Einsätze an 6 Einsatzleitplätzen disponieren. Bei besonderen Großschadenslagen, wie z.B. Unwetter, Großfeuer, Unfälle mit einem Massenanfall von Betroffenen und Verletzten (MANV), können zusätzliche Einsatzleit- und Abfrageplätze in Dienst genommen werden.
 
In den vergangenen Monaten wurden die Daten aus Ostholstein in das Einsatzleitsystem der IRLS in Bad Oldesloe eingegeben, angefangen bei den Orts- und Straßendaten, die vom Landespolizeiamt kommen, über Kartenmaterial bis hin zu Luftbildern aus dem Kreis Ostholstein. Die Feuerwehren erstellten ihre Alarm- und Ausrückordnungen, die dann ebenfalls in das Einsatzleitsystem in Bad Oldesloe eingegeben wurden. Die Fahrzeuge des Rettungsdienstes im Kreis Ostholstein wurden mit der Ortungs- und Navigationstechnik, die in der IRLS verwendet wird, ausgestattet.
 
Durch diesen Zusammenschluss einer Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sollen die Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung weiter gesenkt werden. Aber auch bei zukünftigen Investitionen, wie zum Beispiel dem vorgesehenen Wechsel von analoger zu digitaler Funktechnik, reduzieren sich die Kosten pro Kreis.   
 
Autor: Die Systemadministratorin, 05.02.2013 
Quelle: Kreis Ostholstein