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Mittwoch, 29 März 2017
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Eutin. Die Früherkennung von Autismus bei Kindern und die Förderung autistischer Kinder im Kreis Ostholstein soll verbessert werden. Dieses Ziel haben sich der Fachdienst Gesundheit und das Schulamt des Kreises Ostholstein auf ihre Fahnen geschrieben. Ein wichtiger Schritt hierbei war eine gemeinsame, interdisziplinäre Fortbildung, die heute (6. März) im Kreishaus in Eutin stattgefunden hat. Mehr als 100 Lehrer, Erzieher, Ärzte, Psychologen, Therapeuten und betroffene Eltern erörterten diagnostische und therapeutische Fragen. Zum Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion.
                             
Experten beobachten seit langem einen Anstieg von psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ebenfalls steigt die Zahl belasteter Familiensituationen. Dieser Entwicklung ist Rechnung zu tragen, um allen Kindern optimale Bildungschancen zu eröffnen. Auf der Fortbildung ging es daher auch um die inklusive und wohnortnahe Beschulung und die Beratung von betroffenen Familien sowie um sozialrechtliche Aspekte.
 
Um Entwicklungen frühzeitig positiv begleiten zu können, sollten bereits in den Kindertagesstätten qualifizierte Förderangebote entwickelt sowie die personellen und sächlichen Bedingungen verbessert werden. In den Schulen sollten die individuellen Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler durch differenzierte Bildungsangebote und durch die Kenntnis von Beratungsangeboten noch weiter intensiviert werden. Um gerechte Bildungschancen für alle zu erreichen, sind deshalb große strukturelle vernetzte Anstrengungen auf allen Handlungsebenen erforderlich.
 
Die gemeinsame Fortbildung des Fachdienstes Gesundheit des Kreises Ostholstein und dem Schulamt Ostholstein wurde auch unterstützt vom Institut für Qualitätssicherung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH), vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein und vom Landesverband Hilfe für das autistische Kind Schleswig-Holstein e. V.

 

Autor: Die Pressesprecherin, 06.03.2013 
Quelle: Kreis Ostholstein