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Samstag, 18 November 2017
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Eutin. „Für Ostholstein ist eine weitere Förderung der touristischen Infrastruktur mit Finanzmitteln aus dem  Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unverzichtbar“, erklärte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager heute (26. Juli) in einer Pressemitteilung. Der künftige Bedarf an Modernisierungen und neuen Projekten zum Ausbau des bestehenden touristischen Angebotes vor Ort könne nur so annähernd gesichert finanziert werden. Dies gelte erst recht vor dem Hintergrund leerer Kassen beim Land und bei äußerst angespannten Haushalten in den Kommunen.
 
Der Kreisverwaltungschef reagierte damit auf positive Nachrichten aus Brüssel, künftig doch den Tourismus in die Förderprogramme aufnehmen zu wollen. Entsprechend hatte der Ausschuss der Regionen, in dem auch Vertreter der kommunalen Spitzenverbände mitwirken, votiert. Nun müsse auch das Europäische Parlament dem Vorschlag folgen. Dafür würden die Chancen allerdings gut stehen, wie wir aus Gesprächen mit Europaabgeordneten aus Schleswig-Holstein wissen, begründete Sager seine Zuversicht.
 
Die Landesregierung sei aufgefordert, im noch aufzustellenden so genannten Operationellen Programm für den EFRE die neue Option aus Brüssel aufzugreifen und abzusichern. Wenig Probleme sieht Landrat Sager in dem in Brüssel zusätzlich formuliertem Ziel der Nachhaltigkeit auch für touristische Infrastrukturen:  „Da Ressourcen überall begrenzt sind und die Anforderungen beispielsweise beim einzusetzenden Material oder bei der Reduzierung von Energieverbräuchen ohnehin vorhanden seien, dürften sich Projektanträge an diesen Zielen und Grundsätzen auch ausrichten lassen.“
 
Der Landrat bedankte sich erneut bei den schleswig-holsteinischen Europaabgeordneten für ihren Einsatz in dieser Sache. Auch die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (egoh) habe dieses Thema frühzeitig aufgegriffen und sich für eine Fortführung der Tourismusförderung stark gemacht. In den letzten Jahren sind allein im Kreis Ostholstein mehr als 34 Millionen Euro mit Hilfe von EU-Mitteln, mit Geldern aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und mit kommunalen Mitteln in den Ausbau der Basisinfrastruktur investiert worden, erläuterte Sager. 
 
Autor: Die Pressesprecherin, 26.07.2013 
Quelle: Kreis Ostholstein