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Wirtschaftsstandort Ostholstein:
Der Tourismus ist die tragende
Wirtschaftssäule in Ostholstein
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Für den Kreis Ostholstein mit seinen rund 50.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist die Sicherung und Stärkung Ostholsteins als attraktiven Wohn-, Wirtschafts-, Arbeits- und Freizeitstandort ein wichtiges Entwicklungsziel. Struktureinbrüchen werden in Ostholstein mit aktiven wirtschaftsfördernden Maßnahmen begegnet. Mit der Umsetzung aktueller
Konzepte zur Regional- und Tourismusentwicklung sowie einer modernen Wirtschaftsförderungsstrategie hat der Kreis die Weichen für die Zukunft gestellt. |
Statistische Kennzahlen für den Kreis Ostholstein [PDF: 51 KB]
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Dominanter Wirtschaftsfaktor ist - mit einem Anteil von rund 70 Prozent an der Wertschöpfung und rund 68 Prozent der Arbeitsplätze - traditionell der Dienstleistungsbereich, geprägt durch den Tourismus und die Gesundheitswirtschaft. Der Kreis ist Standort von 15 Krankenhäusern, 21 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie einer überdurchschnittlich hohen Anzahl von Einrichtungen der Seniorenbetreuung und -pflege.
Katja Bruns
© Ostseebäderverband Schleswig-Holstein
© Ostseebäderverband Schleswig-Holstein
Die Landwirtschaft mit ihren 1.257 Betrieben ist in Ostholstein ebenfalls ein nicht unwesentlicher Wirtschaftsfaktor. 67 Prozent der Fläche des Kreises werden landwirtschaftlich genutzt. Die Böden sind sehr fruchtbar - besonders in den Küstengebieten im Kreisnorden und auf der Insel Fehmarn. Die Erträge in diesen Regionen sind teilweise bis zu einem Drittel höher als im Kreissüden. Angebaut werden
hauptsächlich Gerste, Weizen und Raps.
Die Insel Fehmarn ist ein bevorzugtes Anbaugebiet für Kohl. Speziell der Wirsingkohl gedeiht hier auf besten Böden bei intensiver Pflege und Beobachtung während der gesamten Vegetationsperiode. Ca. 40% bis 50% des Wirsings werden hier auf Deutschlands größtem zusammenhändenden Anbaugebiet erbracht.
Die Insel Fehmarn ist ein bevorzugtes Anbaugebiet für Kohl. Speziell der Wirsingkohl gedeiht hier auf besten Böden bei intensiver Pflege und Beobachtung während der gesamten Vegetationsperiode. Ca. 40% bis 50% des Wirsings werden hier auf Deutschlands größtem zusammenhändenden Anbaugebiet erbracht.
Im verarbeitenden Gewerbe, wie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie wie zum Beispiel die Schwartauer Werke, der elektrotechnischen und elektronischen Industrie oder der Medizintechnik können 174 Betriebe gezählt werden. Der Anteil des produzierenden Gewerbes in Ostholstein insgesamt beträgt 17 Prozent.
Neben einem Gründerservice-Angebot in den Gewerbezentren Eutin und Oldenburg i. H., einem Mittelstandsservice durch Unterstützung der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein in allen unternehmensrelevanten Fragen spielen Qualifizierung und Beschäftigungsförderung ebenfalls eine große Rolle im Kreis. Mit der Erschließung neuer autobahnnaher Gewerbe- und Industriegebiete vorrangig in interkommunaler Zusammenarbeit verfolgen der Kreis und seine Kommunen eine aktive Politik zur Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Nicht zuletzt gehören zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes aber auch eine vorausschauende Regionalplanung und Kreisentwicklung sowie ein sorgfältiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen.
Der Kreis setzt sich außerdem zur Zeit intensiv mit den möglichen Folgen des demografischen Wandels auseinander. So wird in etwa 15 Jahren schon mehr als jeder dritte Einwohner Ostholsteins über 60 Jahre alt sein. Hinterfragt wird derzeit vor allem, was diese Veränderungen für das wirtschaftliche und soziale Leben in Ostholstein bedeuten - oder, wie sich die Nachfrage nach altengerecht ausgestatteten Wohnungen oder nach Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs entwickeln wird.

