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Blaue Karte EU - Blue card

Nr. 99010001001025

Allgemeine Informationen

Fachkräfte mit akademischer Ausbildung, die aus Nicht-EU-Staaten kommen und in Deutschland arbeiten möchten, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Blaue Karte EU, die sogenannte Blue Card, erhalten. So muss ein Arbeitsvertrag vorhanden sein und die Beschäftigung der Qualifikation angemessen sein. Wurde der Hochschulabschluss im Ausland erworben, muss dieser Abschluss entweder anerkannt worden oder mit einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar sein. Auch gibt es Mindestbeträge für das Jahresbruttogehalt, das aktuell mehr als 56.800 Euro pro Jahr betragen muss. Das sind 4.733 Euro brutto im Monat. In sogenannten Engpassberufen, in denen Fachkräftemangel herrscht, beispielsweise bei Ärzten und Ingenieuren, beträgt die Gehaltsschwelle 44.304 Euro, also 3.692 Euro brutto im Monat. Das Auswärtige Amt führt eine Liste dieser Berufe:

Inhaber:innen der Blauen Karte EU erhalten bei Nachweis ausreichender Deutsch-Kenntnisse nach 21 Beschäftigungsmonaten eine unbefristete Niederlassungserlaubnis in Deutschland.

Um einen Arbeitsplatz zu suchen, können ausländische Absolvent:innen deutscher Hochschulen nach dem Studium eine Aufenthaltserlaubnis für bis zu 18 Monate erhalten. Die gesuchte Beschäftigung muss eine solche sein, zu deren Ausübung die Qualifikation des Ausländers oder der Ausländerin ihn oder sie befähigt. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung aus dem Ausland können ein sechsmonatiges Aufenthaltsrecht erhalten, um einen Arbeitsplatz zu suchen.

An wen muss ich mich wenden?

An die Kreise oder kreisfreien Städte (Ausländer-und Zuwanderungsbehörde).

Welche Fristen muss ich beachten?

Rechtsgrundlage

Die Blaue Karte EU wurde durch das Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der EU zum 01. August 2012 eingeführt. Die Regelung wurde mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz neu gefasst, das am 01.03.2020 in Kraft getreten ist:

Was sollte ich noch wissen?

Welche Unterlagen werden benötigt?

Aktueller Arbeitsvertrag oder verbindliches Arbeitsplatzangebot für mindestens ein Jahr im Bundesgebiet.
Das behördenübergreifende Formular „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis“ dient dabei dem Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzangebotes:

Gültiger Pass,

Aktuelles biometrisches Foto: Es muss die Maße 35mm x 45mm haben und eine Frontalaufnahme mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund sein. Die Person muss gerade in die Kamera blicken. Der Hintergrund muss hell sein,

Hochschulzeugnis (in manchen Fällen ist die Bewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) erforderlich). Informationen zur Gleichwertigkeit und Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse und zu den zuständigen Stellen erhalten Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de.

Formular „Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels“: Ein Aufenthaltstitel darf nur auf ausdrücklichen Antrag hin erteilt werden. Der Antrag ist bei der zuständigen Ausländer- bzw. Zuwanderungsbehörde zu stellen,

Berufsausübungserlaubnis, sofern Rechtsvorschriften eine solche vorsehen. Genaue Auskünfte hierzu erteilt die für die Anerkennung der Berufsqualifikation zuständige Stelle. Informationen erhalten Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de.


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