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Datum: 22.12.2017

Fehmarnbelt-Tunnelbau als Chance für intensiveren Kontakt über den Fehmarnbelt

Eutin. Fehrmarnbelt-Komitee unterstützt grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Am vergangenen Montag trafen sich die Mitglieder des Fehmarnbelt-Komitees in Rödby-Hafen, unweit der zukünftigen Baustelle.

Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften und Kultur waren sich einig, dass der Fehmarnbelt-Tunnel gravierende Veränderungen mit sich bringen werde. Sie tauschten sich darüber aus, was der Bau im Einzelnen für die angrenzenden Regionen auf deutscher und dänischer Seite bedeutet.

Ein zentraler Diskussionspunkt war demzufolge, wie ein Zusammenbringen der Bewohner in Dänemark und Deutschland begünstigt werden könne. Sogenannte „People-to-People-Projekte“ seien wichtig, um Begegnungen grenzüberschreitend zu ermöglichen. Denn letztlich komme es vor allem auf die Stärkung des nachbarschaftlichen Verhältnisses an, um die gemeinsame Zukunft als gemeinsame Region gestalten zu können.

Gruppenbild Fehmarnbeltkomitee
Gruppenbild Fehmarnbeltkomitee

Dazu wurde als positives Beispiel das INTERREG-Projekt „kultKIT“ vorgestellt. Die Leadpartnerin des Projektes, Erla Hallsteinsdóttir aus Næstved, berichtete aus zweieinhalb Jahren Projektzeit, in denen in 34 Mikroprojekten über 2200 Teilnehmer involviert waren. Für den Kreis Ostholstein begrüßte der Erste Stellvertretende Landrat Timo Gaarz das Projekt und sicherte die weitere Unterstützung des Kreises zu.

Ein intensiver Informationsaustausch der Komitee-Mitglieder betraf des Weiteren auch die Unterbrechung der Zugverbindung während der Bauphase. Entlang der Verbindungsachse Lübeck-Ringstedt stellt die lange Ausbauzeit des Schienennetzes von voraussichtlich 10 Jahren eine Herausforderung für die Menschen dar. Dazu regten die Komitee-Mitglieder an, den Dialog mit den entsprechenden Verkehrsplanern und Verkehrsvertretern zu stärken.

Des Weiteren wurde das Projekt PASSAGE (Public AuthoritieS Supporting low-cArbon Growth in European maritime border regions) vorgestellt, das sich mit der Reduzierung des CO2-Niveaus in maritimen Grenzregionen beschäftigt.

Der Vorsitzende des Fehmarnbelt-Komitees, Bürgermeister Holger Schou Rasmussen (Kommune Lolland), kündigte eine Visionskonferenz zur weiteren Entwicklung der engeren Fehmarnbelt-Region an. „Die Fehmarnbelt-Querung wird ebenfalls als ein Projekt angesehen, das sicherlich auch regionale und lokale Herausforderungen birgt, aber auch neue Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung mit sich bringt“ resümiert Rasmussen dieses Treffen des Fehrmarnbelt-Komitees.

Gaarz und Rasmussen unterzeichnen Geschäftsordnung
Gaarz und Rasmussen unterzeichnen Geschäftsordnung

Hintergrund-Information:

Das Fehmarnbelt-Komitee wurde im Januar 2009 gegründet und ist ein deutsch-dänisches Koordinationsgremium für grenzüberschreitende Angelegenheiten in der Fehmarnbelt-Region. Ziel des Fehmarnbelt-Komitees ist es, die Entwicklung der Fehmarnbelt-Region zu einer gut integrierten und wettbewerbsfähigen Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Das Komitee hat insgesamt 24 Mitglieder. Zu ihnen zählen Vertreter aus dem Kreis Ostholstein, dem Kreis Plön und der Hansestadt Lübeck, von dänischer Seite Mitglieder des Regionsrates und Bürgermeister der Kommunen in der Region Sjælland sowie Vertreter beider Seiten aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, aus dem Tourismus sowie aus den Bereichen Kultur und Naturschutz. Weitere Informationen zum Fehmarnbelt-Komitee unter www.fehmarnbelt-portal.de.

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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