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Datum: 18.03.2016

Holzhaufen vor Oster- und Maifeuer umschichten

Eutin. Im Frühling, gerade zu Ostern oder am ersten Mai, ist es Brauch, Schnittgut aus dem Garten und die alten Weihnachtsbäume in den sogenannten Oster- oder Maifeuern zu verbrennen. Doch was den Menschen erfreut, entwickelt sich für manche Tiere zu einer Tragödie. Die aufgeschichteten Holzhaufen laden gerade dazu ein, hier Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu suchen und auch zu finden. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein gibt für ein unbeschwertes Gemeinschaftserlebnis einige wichtige Hinweise im Umgang mit den Traditionsfeuern:

Einige Tage vorher, spätestens jedoch am Vortag sollte der Holzhaufen einmal umgesetzt werden, damit Vögel und Kleinsäuger, wie Igel, vertrieben werden.

Liegen zwischen dem Umsetzen und dem Entzünden des Feuers einige Tage, sollte an abstehenden Ästen und Zweigen Flatterband angebracht werden, um Vögel von einem neuen Nestbau abzuhalten.

Das Feuer selber sollte höchsten halbseitig und an der dem Wind zugewandten Seite entzündet werden, damit mögliche Tiere noch eine Fluchtmöglichkeit haben.

Es darf kein behandeltes Holz, Plastik oder ähnliches mit verbrannt werden. Mit dem Umsetzen des Holzhaufens können die Veranstalter auch erkennen, ob Umweltfrevler den Holzhaufen für ihre illegale Abfallentsorgung nutzen wollten.

Alle europäischen Vögel und Kleinsäuger sind nach dem Naturschutzrecht geschützt. Deren Tötung kann somit als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.

„Bei Beachtung dieser Regeln, wird das Feuer zu einem unbeschwerten Gemeinschaftserlebnis“, so Joachim Siebrecht, Leiter des Fachdienstes für Naturschutz.

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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