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Datum: 25.04.2018

Kreistagsfraktionen stellen sich den »Wahlprüfsteinen« des Migrationsforums Ostholstein

Eutin. Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl hatte das Migrationsforum Ostholstein in der vergangenen Woche Vertreterinnen und Vertreter der Kreistagsfraktionen zu einer Diskussionsrunde geladen. Politikerinnen und Politiker von fünf Parteien waren der Einladung gefolgt und stellten sich den Fragen des Migrationsforums sowie interessierter Bürgerinnen
und Bürger.

In ihren Eingangsstatements wiesen die Politikerinnen und Politiker darauf hin, dass in den vergangenen Jahren bereits vieles erreicht werden konnte, aber in mehreren Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht. Als zentrale Themen wurden der Spracherwerb, die Integration in den Arbeitsmarkt und das Vorhandensein von angemessenem und bezahlbarem Wohnraum beschrieben. Um den Zugang zu Sprache und Arbeit zu gewährleisten, wurden zudem die Bereiche Kinderbetreuung und Öffentlicher Personennahverkehr als zu bearbeitende Themenfelder identifiziert, in denen sich die Kreispolitik in Zukunft verstärkt engagieren möchte. Mehrfach wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Integration geflüchteter Frauen intensiv angegangen werden muss.

Interessiert hören sich die Politikerinnen und Politiker sowie Moderator Uwe Wille Fragen aus dem Publikum an
Interessiert hören sich die Politikerinnen und Politiker sowie Moderator Uwe Wille Fragen aus dem Publikum an

In der angeregten Diskussion zwischen Politik und Publikum wurde aber auch deutlich, dass sich viele für die Integration von Migrantinnen und Migranten wichtige Voraussetzungen dem Einflussbereich des Kreistages entziehen, da die Entscheidungen hier entweder vor Ort in den Kommunen oder aber auf Landes- und Bundesebene getroffen werden. Hier wird angestrebt, innerhalb der Parteien mehr Kontakt zu halten, um die auf Kreisebene festgestellten Herausforderungen an die zuständigen Ebenen weiterzugeben. Auch zwischen der Kreispolitik und dem Migrationsforum, in dem sich in der Migrationsarbeit haupt- und ehrenamtlich Aktive zusammengeschlossen haben, soll es in Zukunft einen verstärkten Austausch geben, um das Thema Integration im Kreis Ostholstein gemeinsam anzugehen.

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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