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Datum: 10.03.2010

Neues Portal zur Fehmarnbelt-Region - Komitee geht online

Eutin / Rødby. Die Frühjahrs-Sitzung des Fehmarnbelt-Komitees fand gestern (9. März) erstmals unter deutschem Vorsitz auf Gut Lungholm nahe Rødby statt. Damit löste der ostholsteinische Landrat Reinhard Sager für das Jahr 2010 seinen Vorgänger und Stellvertreter Svend Erik Hovmand ab.

Zu Beginn der Sitzung eröffnete Landrat Reinhard Sager zugleich das neue zweisprachige Fehmarnbelt-Portal: „Das neue Portal soll den Bürgern als deutsch-dänische Informations- und Austauschplattform für Alltagsfragen dienen und neugierig auf die Region und die Menschen beiderseits des Fehmarnbelts machen. Es soll auch zu Ausflügen und Besuchen bei den dänischen oder deutschen Nachbarn anregen und damit die Entwicklung der grenzüber­greifenden Region in vielen Bereichen fördern.“ Mit dem komplett zweisprachigen Fehmarnbelt-Portal (www.fehmarnbelt-portal.de oder www.femernbaelt-portal.dk) erhalte die Region jetzt erstmals ein praktisches Werkzeug und ein gezieltes Informationsangebot, das sich am Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen in der dänisch-deutschen Region orientiert und durch praktische Informationen dazu beiträgt, die bestehenden Grenzbarrieren weiter zu minimieren. Zu den weiteren Themenschwerpunkten zählen Informationen zur Arbeit des Fehmarnbelt-Komitees und zur Grenzpendlerberatung in den Fehmarnbelt-Büros in Eutin und Holeby sowie touristische Highlights und Freizeitangebote der Region, Konferenzmöglich­keiten, Bildungsinstitutionen und Sprachkursangebote. Die Rubrik „Partner & Initiativen“ bietet eine informative Übersicht über wichtige Akteure innerhalb der Fehmarnbelt-Region. Für das Fehmarnbelt-Komitee ist das neue Portal zugleich eine wichtige Unterstützung der gemeinsamen Arbeit. Svend Erik Hovmand, stellvertretender Vorsitzender des Komitees sagte hierzu: „Wir sind froh, dass die Fehmarnbelt-Region mit dieser informativen und bürgernahen Homepage ein weiteres Verbindungsstück auf dem Weg zu einer festen Fehmarnbelt-Querung erhält. Wir sind gespannt auf die Resonanz auf das neue Online-Angebot und hoffen, damit einen Beitrag zum Integrationsprozess in der Region leisten zu können.“

Neben der offiziellen Eröffnung des Internet-Portals stand im Mittelpunkt der Komitee-Sitzung auf Gut Lungholm diesmal die Bauphase der festen Fehmarnbelt-Querung mit Fragen rund um die zukünftigen Standorte von Produktionsstätten und Baustellen in der Region. Dazu erhielt das Fehmarnbelt-Komitee exklusive Informationen von Ajs Dam von Femern A/S, der im Rahmen seines Vortrages über die kürzlich veröffentlichten Broschüren hinaus Informationen aus erster Hand lieferte und sich den zahlreichen Fragen der Komitee-Mitglieder stellte. Ergänzende Informationen lieferte Horst Röttgen von der Hochtief AG, der von seinen Erfahrungen im Zusammenhang mit Produktionsstätten beim Bau der Querungen über den Großen Belt und den Öresund berichtete. Des weiteren referierte Paul Sørensen von der Firma COWI Consults über die regionalökonomischen Effekte durch die Einrichtung von Produktionsstätten und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Im Anschluss diskutierte das Komitee intensiv über die Frage, wie die Region die Chancen der Bauphase nutzen könnte. Die Mitglieder machten dabei deutlich, die Wertschöpfung durch das Einrichten von Produktionsstätten in die Region holen zu wollen. In Schleswig-Holstein hat bereits die Standortsuche nach möglichen Produktionsstätten begonnen.

Einig waren sich die Komitee-Mitglieder darüber, künftig je einen deutschen und dänischen Repräsentanten aus dem EU-Parlament in die Arbeit des Fehmarnbelt-Komitees einzubinden. Auch soll Vertretern der Metropolen Hamburg und Kopenhagen ein Platz als Beobachter im Komitee angeboten werden. Landrat Reinhard Sager sagte hierzu: “Durch die Einbindung dieser wichtigen Akteure in die Arbeit des Komitees wird die Position der Fehmarnbelt-Region gestärkt und der Weg für eine zukunftsorientierte großräumige Zusammenarbeit geebnet”.

 

Hintergrund:
Die Homepage www.fehmarnbelt-portal.de bzw. www.femernbaelt-portal.dk ist ein wichtiger Baustein des INTERREG-Projekts „Regionalmanagement Fehmarnbelt-Region“. Das durch EU-Mittel geförderte Projekt bildet zugleich das Dach für die Arbeit des Fehmarnbelt-Komitees und die Grenzpendlerberatung in den Fehmarnbelt-Büros in Eutin und Holeby. Den Zuschlag für die Gestaltung und Umsetzung des Portals hat die Agentur „HOCHZWEI – Büro für visuelle Kommunikation“ aus Flensburg erhalten. Die Agentur, die insbesondere durch die Zwei­sprachigkeit des Arbeitsteams gute Voraussetzungen für die Realisierung der Homepage mitbrachte, hat die graphische und technische Umsetzung der Inhalte vorgenommen und nach Ansicht der Auftraggeber – dem Kreis Ostholstein und seinem dänischen Projektpartner Fonden Femern Belt Development - ein attraktives und nutzerfreundliches Portal geschaffen.

Zu den Themenschwerpunkten des neuen Portals gehören der Arbeitsmarkt, Bildung in der Region sowie Freizeit und interkulturelle Beziehungen. Im Themenbereich „Arbeitsmarkt“ finden besonders Grenzpendler hilfreiche Informationen u.a. zu steuerlichen Bedingungen und Versicherungsfragen des Partnerlandes. Das Portal bietet des Weiteren Bildungsträgern die Möglichkeit, Kooperationen und Partnerschaften einzugehen. Zudem werden die Bildungssysteme der Nachbarländer vorgestellt und Informationen zu Sprachkursangeboten und  Konferenzmöglichkeiten in der Region sowie zu deutsch-dänischen Übersetzern und Dolmetschern bereit gehalten. Unter der Rubrik „Unsere Region“ werden Freizeitangebote und interessante Orte präsentiert, die zu einem Besuch auf der anderen Seite des Fehmarnbelts anregen und einladen sollen. Zielgruppe des Portals sind Interessierte aus Wirtschaft, Bildungsinstitutionen sowie Grenzpendler oder Tagestouristen, aber ebenso die Bürgerinnen und Bürger der Region, die neugierig auf das Nachbarland sind oder den unkomplizierten Austausch im Forum „Hallo Nachbar“ suchen.

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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