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Datum: 23.03.2018

Ostholstein blüht auf - Neue Knicks für die Landschaft
Der Kreis Ostholstein startet seine Knickinitiative

Eutin. Unter dem Motto „Ostholstein blüht auf - Ostholsteiner Knickinitiative“ legt der Kreis mit Hilfe engagierter Ostholsteinerinnen und Ostholsteiner neue Knicks an und bepflanzt lückige Bestände in Knicks, um durchgängige und wertvolle Lebensräume zu fördern.
Knicklandschaft in Ostholstein © Kreis Ostholstein
Knicklandschaft in Ostholstein © Kreis Ostholstein

Der Fachdienst Naturschutz entwickelt zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern Bepflanzungskonzepte und sorgt für die Finanzierung. In bestimmten Landschaftsräumen übernimmt der Kreis zudem die Umsetzung der Maßnahme.

"Der Kreis Ostholstein unterstützt im Rahmen der Aktion „Ostholstein blüht auf“ verschiedene Projekte zur Förderung des Blühspektrums in der Landschaft und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Verbesserung der Biodiversität“, erläutert Joachim Siebrecht, Leiter des Fachdienstes Naturschutz. Knicks gehörten zu den gesetzlich besonders geschützten Biotopen und seien wertvolle Landschaftselemente. „Im vergangenen Jahr konnten auf einer Länge von 1.060 m neue Knicks  im Kreis Ostholstein angelegt werden“, so Siebrecht weiter.

Blühende Vielfalt im Knick
Blühende Vielfalt im Knick

Als vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere haben intakte und artenreiche Knicks eine wichtige Bedeutung in der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft. Die Kräuter, Sträucher und alten Baumbestände (die sogenannten „Überhälter“) bieten vielen seltenen und gefährdeten Tieren Nahrung, Schutz und Deckung. Hier können sie ihren Nachwuchs aufziehen. Darunter Kleinsäuger wie die Haselmaus und Fledermaus, Vögel wie Dorngrasmücke oder Goldammer und unzählige Insektenarten. Die durchgehenden Knickstrukturen sind wichtige Leitstrukturen für die Erschließung und Verbindung neuer bzw. bislang getrennter Lebensräume. Oftmals wenig beachtet haben Knicks als Wind- und Erosionsschutz auch eine positive Wirkung für die Landnutzung: das Austrocknen der Felder und Kulturen durch Wind wird vermindert, Schneeverwehungen unterbunden, die Bodenerosion verhindert.

Die Knickinitiative ist ein Baustein des Ausgleichsmanagements des Kreises. Wer sich für die Ostholsteiner Knickinitiative interessiert und sich an der Neuanpflanzung von Knicks beteiligen möchte, erhält nähere Informationen bei der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein, telefonisch unter Tel. 04521 788-879 sowie auf der Internetseite www.kreis-oh.de/Ausgleichsmanagement.

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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