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Datum: 14.08.2010

Kreis weist Vorwürfe energisch zurück: Schülerbeförderung gefährdet nicht Kindeswohl

Eutin. In der Diskussion um die Übergangsfahrpläne der Schülerbeförderung hat der Kreis Ostholstein heute (14. August) in einer Pressemitteilung die Vorwürfe in den Lübecker Nachrichten vom 13. August energisch zurückgewiesen. Von einer „Gefährdung des Kindeswohls“ könne bei den angesprochenen längeren Fahr- und Wartezeiten nun wirklich nicht gesprochen werden, so Horst Weppler, Fachdienstleiter Regionale Planung in der Kreisverwaltung. „Natürlich verstehen wir die Sorgen der Eltern, wenn sich die Warte- und Fahrzeiten in der Schülerbeförderung verlängert haben. Darum nehmen wir diese auch ernst und haben in Gesprächen mit den Eltern und im Rahmen der beiden Informationsabende die Wünsche aufgenommen und Verbesserungen angekündigt“, reagierte Weppler auf die Vorwürfe. Die Begriffe „Chaos“ und „stümperhaft“ – wie in den Lübecker Nachrichten kommentiert – seien hier völlig fehl am Platz, so der Fachdienstleiter. Alle bisher geplanten Wartezeiten bewegten sich im Rahmen der Schülerbeförderungssatzung. Man habe keinerlei neue Kriterien mit der neuen Ausschreibung geschaffen. Mit dem neuen Übergangsfahrplan konnten sogar insgesamt die Warte- und Fahrzeiten in der Schülerbeförderung in vielen Fällen verkürzt werden.

Die Kreisverwaltung und die Firma Rohde suchen entgegen aufgestellter Behauptung auch weder die Verantwortung noch die Schuld bei den Gemeinden oder Schulen, so der Fachdienstleiter weiter. „Tatsache ist vielmehr, dass in den letzten Wochen und sogar jetzt noch seitens einiger Gemeinden abweichende Fahrschülerzahlen entgegen einer Abfrage Ende April 2010 gemeldet würden.“ Dies gelte sogar auch für einige Schulendzeiten. Erst gestern hätten zwei Schulen gemeldet, dass sich die Schulendzeiten zum neuen Schuljahr verändern. Und so wurden auch für Süsel beispielsweise die beförderungsrelevanten Endzeiten der Offenen Ganztagsbetreuung erst Ende Juni mitgeteilt, obwohl das Angebot seit Jahren besteht und Bestandteil der Basisdaten innerhalb der ÖPNV-Ausschreibung hätte sein müssen. Da der Kreis nicht Schulträger sei, müsse man sich auf die Angaben der Gemeinden verlassen, erläuterte Horst Weppler die Situation. Dies sei bei der Planung der Schülerbeförderung mit dem bisherigen Busunternehmen nicht anders gewesen.

„Nach Vorlage aller aktualisierten Fahrschülerzahlen sorgen die Firma Rohde und der Kreis dafür, kurzfristig Lösungen, zum Beispiel durch den Einsatz zusätzlicher Buskapazitäten, zu finden“, so Weppler.

Autor/in: Die Pressesprecherin / Die Gleichstellungsstelle
Quelle: Kreis Ostholstein


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