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Datum: 06.08.2010

Längere Wartezeiten bei Schülerbeförderung vorübergehend

Eutin. Ja, es komme bezogen auf einzelne Schulen oder Ortschaften für Schüler vorübergehend zu längeren Warte- oder Fahrzeiten, bestätigte heute (6. August) die Kreisverwaltung Ostholstein in einer Pressemitteilung. Der nur bis Ende des Jahres geltende Übergangsfahrplan stelle jedoch sicher, so der Kreis, dass alle Kinder nach den in der Schülerbeförderungssatzung des Kreises geltenden Vorgaben verlässlich befördert werden. Dieses habe man auch bereits mit einigen betroffenen Elternvertretern besprochen und hierfür um Verständnis gebeten. Der Kreis und die Firma Rohde prüfen derzeit, welche Fahrplanverbesserungen möglicherweise noch umgesetzt werden können.

Da es offensichtlich weiteren Informationsbedarf gebe, bieten der Kreis und das Busunternehmen Rohde in der kommenden Woche Informationsveranstaltungen für alle Interessierten an. Diese finden im Eutiner Kreishaus statt am 11. August für die Fahrplanleistungen in den Gemeinden Eutin, Bosau, Süsel und Malente und am 13. August für die Fahrplanleistungen in Neustadt, Altenkrempe, Sierksdorf, Kasseedorf Schönwalde, Ahrensbök und Scharbeutz. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Der Kreis Ostholstein ist nach dem ÖPNV-Gesetz zuständig für den Buslinienverkehr im Kreisgebiet. Im letzten Jahr hatte der Kreis aufgrund EU-rechtlicher Vorgaben die Verkehrsleistungen in der Region zwischen Malente und Neustadt europaweit ausgeschrieben. Das Busunternehmen Rohde hatte den Zuschlag Ende Mai 2010 erhalten. Zum 1. August sollte die Betriebsaufnahme erfolgen. „Wegen eines Nachprüfungsverfahrens vor der Vergabekammer konnte dann der Auftrag an die Firma Rohde erst mit einer Verzögerung von fast vier Monaten erteilt werden“, erklärte Horst Weppler, Fachdienstleiter Regionale Planung beim Kreis Ostholstein.

Wegen dieser veränderten Rahmenbedingungen habe der Kreis mit der Firma Rohde und in Abstimmung mit den Gemeinden ein zweistufiges Konzept und einen Übergangsfahrplan für den Busverkehr vereinbart. Weppler: „Diese sehen nun einen Übergangsverkehr vom 23. August bis 31. Dezember 2010 und eine Betriebsaufnahme am 1. Januar 2011 vor. Die Sicherstellung der durch den Kreis und die Gemeinden finanzierten Schülerbeförderung stand dabei ganz im Vordergrund.“ Durch die Verzögerung habe das Unternehmen jedoch nur eine geringe Vorbereitungszeit von drei Monaten gehabt. Üblich seien aber entsprechend der Lieferzeiten für Neufahrzeuge mindestens sechs Monate. Weppler: „Insofern kann die erforderliche Anzahl von Neufahrzeugen erst zum Jahreswechsel eingesetzt werden.“

Ab dem 1. Januar werde dann das Unternehmen Rohde das angebotene Verkehrskonzept vollständig umsetzen, hieß es aus dem Kreishaus. Das Konzept sieht mit Jahresbeginn eine deutliche Reduzierung der Wartezeiten im Schülerverkehr vor und bringt darüber hinaus zahlreiche weitere Vorteile im gesamten Linienbündel mit sich.

Übergangsfahrpläne unter www.nord-ostsee-bahn.de im Bereich Bus

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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