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Datum: 27.11.2018

Stärkung einer gemeinsamen deutsch-dänischen Fehmarnbelt-Region

Fehmarnbelt-Komitee engagiert sich für Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Fehmarnbelt-Zukunftskonferenz in Planung

Neustadt i.H. Die Achse Kopenhagen-Hamburg spielt argumentativ eine große Rolle im Zusammenhang mit dem geplanten Bau des Fehmarnbelt-Tunnels. Ungefähr in der Mitte zwischen diesen Metropolen liegen die Regionen nördlich und südlich des Fehmarnbelts. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Bildungseinrichtungen, Naturschutz und Kultur aus der Region Seeland sowie aus den Kreisen Ostholstein, Plön und Lübeck engagieren sich im Fehmarnbelt-Komitee, um weitere Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu erörtern. Das Fehmarnbelt-Komitee traf sich am 19. November zu einer Sitzung in Neustadt in Holstein.

Fehmarnbeltkomitee trag sich in Neustadt i.H.
Fehmarnbeltkomitee trag sich in Neustadt i.H.

„Wir wollen eine gemeinsame Region auf beiden Seiten des Fehmarnbelts schaffen. Wohnen und arbeiten möchten wir auch nach der Fertigstellung der festen Fehmarnbeltquerung in hoher Lebensqualität ermöglichen, das ist das Ziel von uns allen“, so der Vorsitzende des Fehmarnbelt-Komitees, Ostholsteins Landrat Reinhard Sager. Für Mai 2019 ist eine deutsch-dänische Zukunftskonferenz in Vordingborg geplant. Holger Schou Rasmussen, Bürgermeister der Lolland Kommune, blickt auf die Zeit nach dem Tunnelbau: „Die gesamte Ostseeregion um den Fehmarnbelt rückt näher zusammen. Wir werden als Gemeinschaft enger zusammenstehen, das müssen wir vorbereiten.“ Möglichkeiten, das Zukunftsgeschehen der grenzüberschreitenden Region aktiv mitzugestalten, sei eine wichtige Aufgabe aller Beteiligten. Einig waren sich die Mitglieder des Fehmarnbelt-Komitees darin, dass das Komitee als Interessenvertretung der Region bei politischen und planerischen Entscheidungsprozessen, welche die gemeinsame Region um den Fehmarnbelt betreffen, stärker eingebunden werden muss.

Bei dem Treffen des Fehmarnbelt-Komitees wurden einige Aktivitäten aus Verkehr und Wirtschaft vorgestellt. Als ein Beispiel der guten deutsch-dänischen Zusammenarbeit wurde über das Interreg-Projekt „kultKIT: Deutsch-dänische Begegnungen“ berichtet. Dieses Projekt, das im August diesen Jahres begann und bis Mitte 2021 läuft, fördert grenzüberschreitende Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Freizeit, Bildung und Sport. Im vorangegangen Projekt „kultKIT“ wurden bereits mehr als 30 Kooperationsprojekte mit mehr als 2.300 Teilnehmern realisiert. Die positive Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern erhofft man sich auch für das laufende Projekt.

 

Hintergrund-Information:

Das Fehmarnbelt-Komitee wurde im Januar 2009 gegründet und ist ein deutsch-dänisches Koordinationsgremium für grenzüberschreitende Angelegenheiten in der Fehmarnbelt-Region. Ziel des Fehmarnbelt-Komitees ist es, die Entwicklung der Fehmarnbelt-Region zu einer gut integrierten und wettbewerbsfähigen Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Das Komitee hat insgesamt 37 Mitglieder. Zu ihnen zählen Vertreter aus dem Kreis Ostholstein und dem Kreis Plön, von dänischer Seite Mitglieder des Regionsrates und Bürgermeister der Kommunen in der Region Seeland sowie Vertreter beider Seiten aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, aus dem Tourismus sowie aus den Bereichen Kultur und Naturschutz. Weitere Informationen zum Fehmarnbelt-Komitee unter www.fehmarnbelt-portal.de

 

 

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein


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