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Übernahme von Verhütungsmittelkosten

Der Kreis Ostholstein übernimmt seit 2018 für Frauen und Männer, die Sozialleistungen beziehen, die Kosten für ärztlich verordnete Verhütungsmittel und Sterilisationen. Der Verhütungsmittelfonds trifft, wie die Erfahrungen der ersten Monate zeigen, auf hohe Akzeptanz bei den Kooperationsprtner*innen und auf eine große Nachfrage bei anspruchsberechtigten Personen.

Der Kreistag hat daraufhin beschlossen, auch für das Jahr 2019 Kreismittel zur Verfügung zu stellen. 

Wichtig zu wissen ist, dass zuerst ein Antrag bei einer Schwangerenberatungsstelle im Kreis gestellt werden muss. Die Beratungsstelle stellt dann, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, eine Kostenübernahmeerklärung aus. Geld für bereits gekaufte Verhütungsmittel kann nicht erstattet werden.

Wo kann ein Antrag gestellt werden?

In allen Schwangerenberatungsstellen im Kreis können Anträge auf Kostenübernahme gestellt werden. 
Beratungen finden in Bad Schwartau, Eutin, HeiligenhafenNeustadt i.H. und Oldenburg i.H. statt.

  • AWO - Schwangerenberatung, Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein gGmbH, Psychosoziale Dienste,
    Lübecker Landstr. 3, 23701 Eutin,
    Tel.: 04521-702115 
  • SkF Schwangerenberatung, Sozialdienst katholischer Frauen,
    Plöner Str. 36, 23701 Eutin,
    Tel.: 04521-78108
  • Beratungsstelle für Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt, Frauenberatung und Notruf Ostholstein,
    Lienaustr. 14, 23730 Neustadt i.H.,
    Tel.: 04561-9197
  • Beratungsstelle für Familienplanung und Schwangerschaftskonflikte, Kreis Ostholstein,
    Fachdienst Soziale Dienste der Jugendhilfe, Lübecker Str. 41, 23701 Eutin, Tel.:
    04521-788314
  • Flyer “Übernahme von Verhütungsmittelkosten“
  • Flyer “Übernahme von Verhütungsmittelkosten“ in arabischer Sprache

Hintergrund:

Seit Abschaffung des Bundessozialhilfegesetzes zum 01.01.2015 besteht nach den Sozialgesetzbüchern II und XII kein Anspruch mehr auf staatliche Mittel zur Empfängnisverhütung. Personen, die älter als 20 Jahre sind, müssen Verhütungsmittel selbst bezahlen. Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Wer staatliche Leistungen erhält, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, kann sich ärztlich verordnete Verhütungsmittel oft nicht leisten. Der Kreis Ostholstein unterstützt daher diese Personen bei der Familienplanung mit einer freiwilligen Kostenübernahme.  Das Projekt soll ein Jahr lang erprobt werden. Es wird aber eine dauerhafte Regelung mit Rechtsanspruch auf Bundesebene angestrebt.


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