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Gender - ein sperriger Begriff

"Gender" ist ein englisches Wort für Geschlechtlichkeit. Seit gut 25 Jahren wird es auch im Deutschen als Fachbegriff gebraucht.

Gender umfasst sowohl Frauen als auch Männer. Geschlecht und Gender sind nicht dasselbe.
Das Geschlecht ist eine biologische Tatsache. Gender hingegen ist ein soziales Konstrukt, eine gesellschaftlich geprägte und individuell erlernte Geschlechterrolle. Gender bezieht sich auf Verhaltensweisen, Haltungen, Handlungen und Attribute, die Männern und Frauen durch eine Gesellschaft zugeordnet werden.

Bei Gender geht es darum, unser Geschlecht und was damit zusammen hängt so genau wie möglich zu verstehen. Es geht um Gerechtigkeit für alle und darum, dass Menschen ihr Leben in Vielfalt so gestalten können, wie es ihnen entspricht..

Stellen Sie sich vor:

  • Monika und Thomas wollen Teilzeit arbeiten und sich gemeinsam um ihre beiden Kinder kümmern. Rabenmutter? Weichei? Und warum ist das alles so mühsam durchzuhalten?
  • Sascha und Roman sind Brüder. Sascha liebt Monstertrucks, Roman möchte im Kleid in die Kita gehen. Wo ist das Problem?
  • Angela stand kurz vor dem Herzinfarkt, Horst leidet an Osteoporose. Sie hatte "untypische" Beschwerden, bei ihm dachte niemand an eine "Frauenkrankheit". Deshalb ließ die Diagnose bei beiden auf sich warten. Muss das so sein?
  • Michele ist 27 und erzieht ihre Kinder allein. Wie viele Frauen in ihrer Lage schafft sie nebenbei bloß einen Minijob. Wenn sie an ihre Altersrente denkt, wird ihr angst und bange. Wie lässt sich das ändern?

Gegen Gender wettern

Vielerorts wird Stimmung gegen "Gender" gemacht, um traditionelle Rollenbilder zu verankern und andere Lebensentwürfe zurückzudrängen. Das Wettern gegen Gender bzw. Geschlechtergerechtigkeit ist so gefährlich wie Fremdenfeindlichkeit, sagt Peter Brockmann, Vorsitzender des Gleichstellungsbeirats der Bremischen Evangelischen Kirche. Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Zentrum Frauen und Männer in Deutschland ein Flyer herausgegeben:

http://www.gender-ismus.evangelisches-zentrum.de/#xl_xr_page_index