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Datum: 28.06.2022

Kreis verleiht Ehrennadel an drei ehrenamtlich Tätige

Eutin. Für ihre besonderen Verdienste wurden heute (28. Juni) drei ehrenamtlich Tätige von Kreispräsident Harald Werner und dem 1. Stellvertretenden des Landrats, Timo Gaarz, im Eutiner Schloss ausgezeichnet. 

Die Ehrennadel des Kreises Ostholstein erhielten in diesem Jahr Beate Rinck, Klötzin (Gemeinde Heringsdorf), Christian Burgdorf, Bad Malente, und Axel Schaak, Krumbeck (Gemeinde Stockelsdorf).

Für den musikalischen Rahmen während der Feierstunde sorgte Luisa Herrmann von der Kreismusikschule Ostholstein am Flügel.

Kreispräsident Werner begrüßte die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes: „Menschen, die sich für das Wohl der Allgemeinheit verantwortlich fühlen und das tun, was sie in diesem Sinne für richtig halten, leisten einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie prägen unser Zusammenleben, fördern den sozialen Zusammenhalt und sind wichtiger Bestandteil der Lebensqualität in unserem Kreis. Persönliches Engagement und Solidarität für die Gemeinschaft sind wesentliche Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Menschen, die freiwillig ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft in die ehrenamtliche Tätigkeit investieren, gebührt Lob, Dank und Anerkennung.“

Die Ehrung findet seit 2016 abwechselnd im Kloster Cismar und im Schloss Eutin in feierlichem Rahmen statt. In den Jahren 2020 und 2021 wurde wegen der Corona-Pandemie allerdings in den Ostholstein-Saal des Kreishauses verlegt.

„Es ist schön, dass wir in diesem Jahr Eutin die Verleihung der Ehrennadel wieder im Schloss durchführen können“, freute sich der Kreispräsident.

Mit der Ehrennadel des Kreises Ostholstein wurden ausgezeichnet:

Beate Rinck, 64 Jahre, wh. Klötzin, Gemeinde Heringsdorf

für ihre wertvolle und engagierte ehrenamtliche Tätigkeit als 1. Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Wagrien-Fehmarn.

Im Sommer 2019 wurde auf Initiative von Frau Beate Rinck der Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn gegründet. In dieser Gründungsveranstaltung wurde Frau Rinck zur 1. Vorsitzenden gewählt. Hintergrund der Vereinsgründung war die Errichtung eines stationären Hospizes im Kreis Ostholstein, in dem Menschen, bei denen das Lebensende absehbar ist, liebevoll umsorgt ihre letzten Tage und Wochen verbringen können.

Geplant ist ein Hospiz mit 10 bis 12 Plätzen in Oldenburg in Holstein. Hier gibt es inzwischen auch Gespräche um eine konkrete Grundstückssuche. Die Errichtung eines Hospizes in dieser Region wird vom Sozialministerium und der Koordinierungsstelle für Palliativ- und Hospizarbeit in Schleswig-Holstein unterstützt. Die Fertigstellung des Hospizes wird im Jahr 2025 bzw. 2026 erhofft.

Die laufenden Betriebskosten eines Hospizes werden lediglich zu 95 % über die Kranken- und Pflegekassen abgedeckt. 5 % sind gemäß Sozialgesetzbuch durch Spenden zu erbringen. Auch die Kosten für die Errichtung müssen zu einem Großteil aus Spenden bestritten werden.

Durch das Engagement und die Tatkraft von Frau Rinck und ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter hat der Förderverein in nur zwei Jahren über 150.000 € an Spenden eingeworben – Spenden aus vielen verschiedenen Bereichen! Aktuell ist zum Beispiel ein Spendenlauf am 11. September gemeinsam mit dem Oldenburger Sportverein in Oldenburg geplant.

Frau Rinck betreut zudem die Facebook- und Instagram-Präsenz des Vereins und auch die Website. Zudem steht sie mit den ambulanten Hospizvereinen der Region (z. B. Beistand am Lebensende Neustadt, Kinder auf Schmetterlingsflügeln Pansdorf, Hospiz-initiative Eutin), dem Palliative-Care-Team, dem Sozialministerium Schleswig-Holstein, dem Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e. V., der Diakonie, dem Arbeiter-Samariter-Bund und vielen anderen im Austausch. Gemeinsam mit weiteren engagierten Menschen gibt sie „Letzte-Hilfe-Kurse“ zur Befähigung von Familienmitgliedern in der Betreuung ihrer sterbenden Angehörigen. Als Ethik-Fachkraft setzt sie sich seit vielen Jahren für die Belange von Sterbenskranken ein.

Christian Burgdorf, 65 Jahre, wh. Bad Malente

für seine langjährige, wertvolle und engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, insbesondere für den Betreuungsverein Ostholstein e. V., für die Alzheimer Gesellschaft Ostholstein e. V. und für die Bürgergemeinschaft Eutin e. V.

Der Betreuungsverein Ostholstein e. V. besteht seit September 1992. Seit 2008 ist Herr Christian Burgdorf Mitglied. Von Beginn an engagierte Herr Burgdorf sich im Vorstand, zunächst als Schriftführer und seit Januar 2014 als Vorsitzender. Der Verein trägt Sorge für volljährige Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht oder nur teilweise in der Lage sind, ihre persönlichen Angelegenheiten zu bewältigen. Zum Wohle dieser Menschen, aber auch für deren Familien und Angehörige ist der Verein tätig. Der Verein hat ca. 150 Mitglieder (seit April 2021 drei hauptamtliche Mitarbeiter/innen). Über die Hälfte der Mitglieder sind ehrenamtlich tätige Betreuerinnen und Betreuer aus allen Berufen und unterschiedlichen Altersgruppen.

Im Jahr 2009 hat Herr Burgdorf zusammen mit Herrn Jochen Gust das ehrenamtlich betriebene Eutiner Demenzforum gegründet. Dieses wird seit 2021 hauptamtlich vom St.-Elisabeth-Krankenhaus weitergeführt. Aus diesem Grund haben im November 2021 sieben Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler aus Ostholstein auf Initiative von Herrn Burgdorf die Alzheimer Gesellschaft Ostholstein e. V. gegründet. Auch hier ist Christian Burgdorf der 1. Vorsitzende. Der Verein ist ausschließlich ehrenamtlich tätig und will sich mit Unterstützung des Landesverbandes Schleswig-Holstein für die Belange der betroffenen Demenz-Patienten, aber auch der pflegenden Angehörigen engagieren. Es soll ein Beratungsangebot aufgestellt werden, über das Ratsuchende Hilfe erhalten können. Die Ostholsteiner Alzheimer-Gesellschaft sieht sich nicht als Konkurrenz zum Demenz-Forum des St.-Elisabeth-Krankenhauses, sondern als Ergänzung.

Von 2009 bis 2019 war Herr Burgdorf zudem Mitglied im Vorstand der Bürgergemeinschaft Eutin e. V.. Seit 1978 engagiert sich der eingetragene, gemeinnützige Verein auf dem Gebiet der Stadterhaltung und Stadtgestaltung in der historischen Altstadt Eutin.

Und seit September 2021 ist Christian Burgdorf in seinem Heimatort Bad Malente als ehrenamtlicher Fahrer des BürgerBus Malente e. V. im Einsatz. Er fährt regelmäßig jeden zweiten Mittwochvormittag. Nach dem Motto „Bürger fahren Bürger“ werden Bewohnerinnen und Bewohner aus den umliegenden Dörfern in den Gemeindekern Malente gefahren. Der Kreis Ostholstein und die Gemeinde Malente beteiligen sich anteilig an den Betriebskosten.

Axel Schaak, 50 Jahre, wh. Krumbeck, Gemeinde Stockelsdorf

für seine langjährige, wertvolle und engagierte ehrenamtliche Tätigkeit für den Bundesverband Rettungshunde Schleswig-Holstein Ost e. V.

Axel Schaak engagiert sich seit April 2002,  als Vollmitglied im BRH-Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein Ost e. V., somit jetzt schon bereits 20 Jahre! Und seit 2002 ist Herr Schaak im Vorstand tätig; von 2002 bis 2014 nahm er die Aufgabe als Schrift- und Pressewart wahr. Seit dem Jahr 2014 ist er der 1. Vorsitzende des Vereins. Er kümmert sich um die Organisation von Vereins- und Öffentlichkeitsveranstaltungen, einsatzgemäßen Suchen und Einsatzüberprüfungen, die Mitgliederbetreuung und -verwaltung sowie Prüfungs- und Lehrgangsanmeldungen. Herr Schaak hält zudem Kontakt zu Stiftungen und Sponsoren.

Die BRH-Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein Ost e. V. wurde im März 1999 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermisste Personen mithilfe von Hunden zu finden. Der Verein wird ausschließlich über Spenden finanziert. Über einen Kooperationsvertrag mit der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf, Ortswehr Krumbeck, ist der Verein an die Freiwillige Feuerwehr angegliedert und eine Einheit der öffentlichen Gefahrenabwehr. In der Arbeit wird zwischen Personenspürhunden, Flächen- und Trümmersuchhunden und Wasserortungshunden unterschieden. Die Einsatzgruppe verfügt aktuell über insgesamt 18 Rettungshunde; 10 Hunde befinden sich zurzeit in der Ausbildung.

Das Einsatzgebiet umfasst den gesamten Kreis Ostholstein und die Hansestadt Lübeck. Es werden bei groß angelegten Suchen aber auch Rettungshundestaffeln aus anderen Kreisen des Landes unterstützt. Eine Alarmierung erfolgt in der Regel über die Rettungsleitstelle Süd. Im Schnitt gibt es rund 25 Einsätze im Jahr.

Dank des Engagements von Herrn Schaak verfügt die Einsatzgruppe nicht nur über ausreichendes Einsatzmaterial (von der Einsatzkleidung bis zur Taschenlampe), sondern auch über ein Einsatzfahrzeug und einen Hundeanhänger.

Seit 2019 ist Axel Schaak als stellvertretender Landesbeauftragter für den Landesverband Schleswig-Holstein und Hamburg tätig, und auch auf Ebene des Bundesverbandes leistet er einen Teil seiner ehrenamtlichen Arbeit.

Und selbstverständlich ist er auch als Ausbilder in der Rettungshundestaffel tätig.

Neben den vielfältigen Aufgaben, die Herr Schaak rund um die Ausbildung, Verwaltung und Organisation wahrnimmt, ist unbedingt zu erwähnen, dass er stets der erste Ansprechpartner ist, wenn nachts der „Melder piept“, die erste Kontaktaufnahme mit der Leitstelle oder der Polizei ansteht und anschließend bei Wind und Wetter verschiedene Einsatzlagen unter seiner Leitung abgearbeitet werden. Herr Schaak stellt einen großen Teil seiner Freizeit selbstlos in das Wohl der Allgemeinheit, um Vermissten in Not zu helfen – ganz getreu dem Motto des Vereins „Hunde retten Menschen“.

Autor/in: Der Pressesprecher
Quelle: Kreis Ostholstein


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