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Donnerstag, 23 November 2017
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Mit der Einrichtung einer rechtlichen Betreuung kann einer volljährigen Person, die aus Krankheits- oder Altersgründen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, Hilfe gewährt werden. Ehepartner, Kinder oder nahe Verwandte können die hilfsbedürftie Person in einer solchen Situation nicht automatisch rechtlich vertreten. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es nämlich kein gesetzliches Vertretungsrecht von Eheleuten untereinander oder von Kindern gegenüber ihren Eltern.

Der hilfsbedürftigen Person kann daher eine Betreuung an die Seite gestellt werden, die für sie in genau vom Gericht festgelegten Bereichen (Aufgabenkreisen), Rechtshandlungen vornehmen darf. Dabei sind die Wünsche der hilfsbedürftigen Person zu beachten, solange dies auch ihrem Wohl entspricht. Aufgabenkreise sind beispielsweise Wohnungs- und Vermögensangelegenheiten oder Gesundheitssorge.

Diese Form der staatlichen Rechtsfürsorge ist grundsätzlich vorgesehen für Menschen, die nicht bereits mit einer Vorsorgevollmacht für den Fall einer späteren Hilfebedürftigkeit vorgesorgt haben. Denn, soweit eine Vorsorgevollmacht besteht, kann die oder der Bevollmächtigte für die hilfsbedürftige Person tätig werden.