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Montag, 11 Dezember 2017
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Spätaussiedler sind Angehörige deutscher Minderheiten aus den Staaten Ost- und Südosteuropas und deren Familienangehörige. Die größte Zahl der Spätaussiedler kommt aus den Republiken der ehemaligen Sowjetunion. Deutscher Volkszugehörigkeit ist, wer deutscher Abstammung ist, familiär vermittelte deutsche Sprachkenntnisse besitzt und sich zu deutschem Volkstum bekennt oder nach dem Recht des Herkunftsstaates zur deutschen Nationalität gehört. Bei vorliegendem Kriegsfolgenschicksal werden diese Menschen nach dem Bundesvertriebenengesetz in Deutschland aufgenommen.

Das Grenzdurchgangslager Friedland ist die einzige Erstaufnahmeeinrichtung in Deutschland für Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen. Von der Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes werden sie nach der Ankunft registriert und auf die Bundesländer verteilt. Die Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Weiterleitung erfolgt durch das Grenzdurchgangslager Friedland und in Schleswig-Holstein durch das Landesamt für Ausländerangelegenheiten.

Wer Spätaussiedler deutscher Volkszugehörigkeit, dessen Abkömmling oder Angehöriger ist, kann eine Spätaussiedlerbescheinigung beantragen.