Hilfsnavigation
Volltextsuche
Mittwoch, 13 Dezember 2017
Seiteninhalt

In zahlreichen (aber nicht in allen) Städten und Gemeinden in Deutschland können Sie als Mieter oder Vermieter auf einen qualifizierten Mietspiegel zurückgreifen. Mit den dort dargestellten örtlichen Vergleichsmieten können Sie die Höhe einer Wohnungsmiete beziehungsweise die Zulässigkeit einer Erhöhung besser einschätzen.

Einem qualifizierten Mietspiegel kommt vor Gericht eine Vermutungswirkung zu, dass dessen Werte die ortsübliche Vergleichsmiete tatsächlich wiedergeben (§ 558d Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch). Voraussetzung für diese Eigenschaft ist, dass der Mietspiegel nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen aufgestellt ist und von den Gemeinden oder Interessenvertretungen von Mietern und Vermietern anerkannt wurde.

Der qualifizierte Mietspiegel soll im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung angepasst werden. Um einen Anpassungsbedarf festzustellen, kann eine Stichprobe oder die Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland zugrunde gelegt werden. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen.