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Montag, 11 Dezember 2017
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Wenn Sie entlassen werden und MRSA noch auf ihrem Körper nachweisbar ist, informieren wir Ihren Hausarzt rechtzeitig. Sie sollten die Information aber auch selbst an ihn oder z.B. einen ambulanten Pflegedienst weitergeben. Soweit von unserer Seite weitere Empfehlungen zur Behandlung bestehen, geben wir Ihnen diese mit. Ansonsten haben wir auf das Verhalten Ihres Hausarztes oder eines Pflegedienstes allerdings keinen Einfluß. Sie können, auch wenn Sie noch mit MRSA kolonisiert sind, zu Hause normal leben. Man geht derzeit, wie oben beschrieben, davon aus, dass zu Hause die „normale“ Keimbesiedlung des Körpers wieder die Oberhand gewinnt und MRSA verdrängt. Besondere Schutzmaßnahmen sind nicht einzuhalten, auch nicht zum Schutz Ihrer Familienangehörigen, mit denen Sie zusammenleben. Falls weitergehende Maßnahmen erforderlich sind, werden wir Ihnen diese vor Entlassung mitteilen. Ein kleines Risiko besteht für Familienangehörige oder Kontaktpersonen mit offenen Wunden, Hautekzemen oder einer Immunschwäche (z.B. Krebspatienten unter Chemo- oder Strahlentherapie). Mit diesen Personen sollten Sie in den ersten 2-4 Wochen zu Hause möglichst innige Berührungskontakte vermeiden. Wenn Sie eng mit solchen Personen zusammenleben, sollten Sie zur Sicherheit nach ca. 2 Wochen Ihren Hausarzt um Abstrichkontrollen bitten, um zu klären, ob Sie immer noch MRSA-Träger sind.