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Grünabfälle

Das für die gesamte Bundesrepublik geltende Kreislaufwirtschaftsgesetz stellt folgendes übergeordnetes Prinzip auf: „Die Verwertung von Abfällen hat grundsätzlich Vorrang vor deren Beseitigung.“ Das bedeutet, dass die auf dem eigenen Grundstück anfallenden pflanzlichen Abfälle im eigenen Garten zu verwerten sind. Hierfür kommt in erster Linie eine ordnungsgemäße Kompostierung in Frage. Pflanzliche Abfälle, die auf Grund ihrer großen Menge oder ihrer Beschaffenheit, z.B. starke Äste, nicht im eigenen Garten kompostiert oder geschreddert werden können, sollen entsprechend dem Verwertungsgebot in anderer Weise der Verwertung (z.B. in Kompostierungsanlagen) zugeführt werden. Diese Abfälle sind dem ZVO zu überlassen, der dann die Verwertung vornimmt. Für die Abholung kann eine gesonderte Bioabfalltonne beim ZVO bestellt werden.

Keine Lösung bildet die "Entsorgung" in der freien Landschaft. Nach der Gesetzeslage ist eine derartige Entsorgung kein Kavaliersdelikt, sondern eine illegale Abfallbeseitigung. Sie kann als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen geahndet werden.

Gartenabfall in der Natur führt außerdem zu einer nachrteiligen Veränderung der natürlichen Lebensbemeinschaften. Verrottende Grünabfälle setzen große Mengen Nährstoffe frei, die von anderen Pflanzen wieder aufgenommen werden können. Durch das erhöhte Aufkommen an Nährstoffen werden die Pflanzen gefördert, die große Mengen Nitrat, einen der wichtigsten Nährstoffe, schnell
aus dem Boden aufnehmen können. Allen voran sind hier Brennnesseln zu nennen, die schnell dichte und monotone Pflanzenbestände bilden. Sie verdrängen und unterdrücken dabei alle anderen, nicht so konkurrenzkräftigen Arten. Insbesondere in geschützten Knicks haben Grünabfälle daher nichts zu suchen.

Grünabfälle, die zur landwirtschaftlichen Düngung eingesetzt werden sollen, werden in zugelassenen Anlagen besonders vorbereitet. Die Anforderungen an die Behandlung dieser Abfälle sind in der Bioabfallverordnung geregelt.

Was gehört in die Biotonne?


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