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Dienstag, 12 Dezember 2017
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Eutin / Fehmarn. Auch der Fuhrpark des Kreises Ostholstein umfasst jetzt ein elektrisch betriebenes Fahrzeug. Bei der neuen Attraktion in der Fahrzeugflotte des Kreises handelt es sich um den Karabag new 500 E, einen auf Elektroantrieb umgerüsteten Fiat 500.

Mit der Beschaffung dieses Fahrzeuges nimmt der Kreis Ostholstein als Projektpartner an einem Feldtest der Metropolregion Hamburg teil, der der Kreis erst vor kurzem beigetreten ist. Diese hat sich im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Hamburg an der Erprobung der modernen Technik von Elektroantrieben beteiligt. Mit dem neuen E-Mobil sind jetzt zwischenzeitlich 17 elektrisch betriebene Fahrzeuge in 15 Kreisen, Landkreisen, Städten und Gemeinden im Rahmen des Feldtestes im Einsatz.

Landrat Sager, der das neue Fahrzeug am heutigen Tage in Empfang nahm, zeigte sich erfreut über die neuen Möglichkeiten: „Mit dieser Teilnahme am Feldtest ist ein erster Vorteil des Beitritts zur Metropolregion schon greifbar geworden. Auch der Kreis Ostholstein möchte die Chance wahrnehmen, ein E-Mobil im Echteinsatz zu testen.“

Eine besondere Herausforderung besteht darin, den Einsatz des Fahrzeuges, dessen Reichweite mit einer maximalen Kilometerleistung von 100 km relativ eng begrenzt ist, so zu koordinieren, dass es neben den Umweltvorteilen auch wirtschaftlich mit den aktuellen Dienstwagen der Fahrzeugflotte mithalten kann.

 

 

Das Fahrzeug wird für die üblichen Dienstfahrten der Mitarbeiter/innen eingesetzt. Bei der internen Vergabe des Wagens müssen dabei immer geplante Fahrstrecke und maximale Kilometerleistung berücksichtigt werden.
„Dienstfahrten nach Fehmarn kommen daher leider mit diesem Fahrzeug noch nicht in Frage. Es gibt aber genügend Einsatzmöglichkeiten im Bereich von Eutin und Umgebung, die für eine Nutzung des neuen Fahrzeugs in Betracht kommen. Wir sind gespannt, wie sich die Nutzung entwickelt,“ erläutert Landrat Sager zum zukünftigen Einsatzbereich des E-Mobils.

 

 

Das Fahrzeug wird seinen Standplatz in der kreiseigenen Garage am Kreishaus erhalten und dort über den normalen Strom „aus der Steckdose“ aufgeladen werden. Aktueller Anlass für die Teilnahme am Förderprogramm war der sich abzeichnende erhöhte Dienstwagenbedarf durch neue Aufgaben, die die Kreisverwaltung zu erfüllen hat. 
 


Eckdaten zu den Elektrofahrzeugen
Bei den ausgelieferten E-Autos für den Feldtest der Metropolregion Hamburg handelt es sind um umgebaute Fiat 500. Der mit Batteriekraft betriebene 500 E hat eine Motorleistung von 20 kW bei einer maximalen Geschwindigkeit von 105 Kilometern pro Stunde. Damit fährt er circa 100 Kilometer bis zum nächsten Aufladen. Vertragspartner ist der Hamburger Unternehmer und Fahrzeugumrüster Karabag. Die Karabag GmbH bringt bereits seit rund drei Jahren erfolgreich Elektrofahrzeuge auf die Straße.
Die Fahrzeuge werden mit einer Laufzeit von 48 Monaten geleast. Darin enthalten ist eine auf vier Jahre angelegte Garantie. Auch wenn der monatlich Leasingpreis über dem Anschaffungspreis serienmäßiger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor liegt, verbraucht das Elektroauto im Stadtverkehr nur 13,2 Kilowattstunden pro 100 Kilometern, was mit nur 2,77 Euro zu Buche schlägt. Da im Preis außerdem Wartung und Reparaturen enthalten sind und die Versicherung lediglich halb so teuer ist, fährt das Elektroauto wesentlich günstiger. Geladen werden können die Fahrzeuge an Ladesäulen, Stromboxen oder herkömmlichen Hausanschlüssen. Die Projektbeteiligten sind bestrebt, sobald wie möglich die benötigten Energiemengen vollständig über Ökostrom abzudecken.
Die Fahrzeuge erhalten ein Branding: das Förderlogo der Bundesregierung, ein Projektlogo, das Logo der Metropolregion und optional: das jeweilige Stadt-, Kreis- oder Landkreis-Wappen.
 
Hintergrund zur Modellregion Elektromobilität Hamburg
Als eine von acht bundesdeutschen Modellregionen hat die Freie und Hansestadt Hamburg die erste Ausbaustufe der Elektromobilität realisiert. Seit November 2011 sind die Projekte der Modellregion Elektromobilität Hamburg mit einer Förderung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vollständig umgesetzt und die erste Einführungsphase ist erfolgreich abgeschlossen.
 
Beteiligung der Metropolregion Hamburg
Die Metropolregion Hamburg beteiligt sich an diesem Projekt mit einem Feldtest. Im Rahmen Projektes kann sie auf das von der Bundesregierung geförderten Fahrzeugkontingents der Modellregion Hamburg zurückgreifen. Nach den guten Erfahrungen in Hamburg nutzen bisher 14 Landkreise, Städte und Gemeinden der Metropolregion Hamburg mit z.Z. 16 Elektroautos den am 15.11.2011 gestarteten Feldtest zur Elektromobilität, um mit dem Einsatz der Elektrofahrzeuge in ihren Verwaltungen erstes Erfahrungswissen aufzubauen und sich der Herausforderung zu stellen, Elektrofahrzeuge auch in Regionen mit noch geringer Ladeinfrastruktur und zum Teil großen Wegstrecken zu etablieren.

Autor: Stellv. Pressesprecher, 11.07.2012 
Quelle: Kreis Ostholstein