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Gesundheitsplanung

Aufgabe der Gesundheitsplanerin ist es, die gesundheitliche und soziale Versorgung von bestimmten Bevölkerungs-Gruppen, wie zum Beispiel Kindern, über vermehrte Koordination und Kooperation vor Ort zu verbessern. Hierfür müssen nachhaltige Strukturen auf- oder ausgebaut werden.

Die Aufgabe der Gesundheitsförderung ist gesetzlich verankert. Das Gesetz für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (GDG) schreibt vor, dass die Kreise und kreisfreien Städte sicherstellen, dass in den Planungen und Maßnahmen auch auf anderen in Betracht kommenden Handlungsfeldern, insbesondere in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Wohnen, Schule, Jugend, Menschen im Alter, Verkehr, Umwelt, Arbeitswelt und Soziales, die Ziele des Öffentlichen Gesundheitsdienstes angemessen berücksichtigt werden. 

Zunächst wird in einer kreisinternen Arbeitsgruppe „Integrierte Planung“ ein gemeinsames Verständnis von den Zielen, Arbeitsinhalten und Datenlagen erarbeitet. Im zweiten Schritt werden relevante externe Akteure, Entscheidungs- und Kostenträger hinzugezogen, mit deren Unterstützung dann am Ende des Jahres die Gesundheitskonferenz Ostholstein etabliert werden soll – soweit dies unter Corona-Pandemie-Bedingungen möglich ist.

Gesundheitskonferenz

Was ist eine kommunale Gesundheitskonferenz?

Die Gesundheitskonferenz ist ein „Bündnis für Gesundheit“. Sie soll künftig als Steuerungs- und Koordinierungsgremium wirken, in dem die relevanten Akteure, Entscheidungs- und Kostenträger im Kreis OH Strategien, Ziele, Empfehlungen und Maßnahmenprogramme zur Gesundheitsförderung erarbeiten, welche über das Prinzip Selbstverpflichtung umgesetzt werden sollen. Die Empfehlungen werden in die politischen Gremien des Kreises eingebracht. 

Auf der Grundlage von Daten und Fakten sowie von Expertenbefragungen soll die Gesundheitskonferenz Entscheidungen treffen. Deshalb wird auf eine fundierte Bestandsaufnahme mit Darstellung und Analyse der Problemlage Wert gelegt. Die Gesundheitsbedarfe der jeweiligen Bevölkerungsgruppe sollen stärker im Fokus stehen. Damit die Umsetzung später relativ reibungslos laufen kann und nicht an zu hohen Zielen scheitert, sollen nur Ideen umgesetzt werden, die mit den vorhandenen Ressourcen der Akteure machbar sind. Die Maßnahmen sollen besser abgestimmt, mehr auf Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten und niedrigschwellig sein. Erfahrungen, insbesondere im ländlich-strukturierten Nordkreis zeigen, dass Angebote, die zur Zielgruppe kommen, eher angenommen werden, als solche, die aktiv aufgesucht werden müssen.

Vorgespräche zur Auswahl des ersten großen Handlungsfeldes und eine erste Analyse vorhandener Daten ergaben, dass die Zielgruppe Kinder für Gesundheitsförderungs- und Präventionsbelange am sinnvollsten für den Kreis OH erscheint. Hierfür sollen vorliegende Daten der Schuleingangsuntersuchungen intensiver genutzt werden. In Deutschland existiert nur für diese Altersgruppe (der 5-6-jährigen Kinder) ein komplettes Screening. Hiermit könnten passgenauere, bedarfsgerechtere Hilfsangebote für Kinder z.B. mit Auffälligkeiten im Bereich Sprache, Motorik, Verhalten entwickelt werden.


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