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Betreuungsstelle

Die rechtliche Betreuung ist mit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes (BtG) am 01.01.1992 an die Stelle der früheren Vormundschaften und Pflegschaften für Volljährige getreten. Die Rechtstellung der betroffenen Mitbürger und Mitbürgerinnen wurde damit erheblich verbessert.

Die wichtigsten Regelungen

  • Niemand kann mehr entmündigt werden !
  • Wünsche der Betroffenen sind ausschlaggebend !
  • Die Betreuung erfolgt persönlich, d.h. es finden Besuchskontakte, Gespräche statt !
  • Die Möglichkeiten, jemanden gegen seinen Willen in einer geschlossenen Einrichtung unterzubringen, sind eingeschränkt worden !
  • Im Verfahrensrecht sind der Schutz der Betroffenen und bessere Mitwirkungsmöglichkeiten gewährleistet ! 

Die rechtliche Betreuung ist eine Handlungsvollmacht kraft Gesetzes. Sie wird durch das Vormundschaftsgericht eingerichtet, wenn die Notwendigkeit hierfür festgestellt worden ist.
 
Sie betrifft Erwachsene, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ganz oder teilweise nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbständig zu regeln.
 
Nähere Informationen zum Thema "Betreuung" (z.B. zu den Voraussetzungen einer Betreuung, zum Inhalt einer Betreuung, zum gerichtlichen Verfahren und auch zur Auswahl der Betreuungsperson) erhalten Sie durch

  • die Betreuungsstelle des Kreises Ostholstein
  • den Betreuungsverein Ostholstein e.V. im DRK
  • Informationsbroschüren zum Thema 

Seit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes am 01.01.1992 bestehen auf örtlicher Ebene Betreuungsbehörden bzw. Betreuungsstellen. Hierzu haben fast alle Bundesländer die kreisfreien Städte und Landkreise bestimmt.

Aufgaben

Das Betreuungsbehördengesetz (BtBG) definiert die Aufgaben der Betreuungsbehörde.

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit wie

    • Information und Beratung über die rechtliche Betreuung
    • Werbung und Gewinnung von Betreuungspersonen
    •  Information und Beratung über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
    • Beglaubigung von Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
    • Beratung und Unterstützung der Betreuerinnen und Betreuer sowie der Bevollmächtigten
    • Sorge für die Aus- und Fortbildung von Betreuungspersonen
    • Unterstützung des Gerichts in Form von Sachverhaltsermittlung und Betreuervorschlägen
    • Durchführung von Zwangsmaßnahmen
    • Übernahme von Behördenbetreuungen

Betreuungsvereine

Beratung und Unterstützung in allen Fragen zum Thema "Betreuung" erhalten Sie - ergänzend zu dem Angebot von Gerichten und Behörden - bei Betreuungsvereinen. Die Betreuungsvereine bieten Ihnen auch die Möglichkeit, sich bei regelmäßigen Treffen mit anderen Betreuerinnen und Betreuern über Ihre Erfahrungen auszutauschen.
Nähere Informationen zu den Vereinen vor Ort und deren Angeboten erhalten Sie direkt bei:

Betreuungsverein Ostholstein e. V.
Klaus Häring

Waldstr. 6
23701 Eutin


NAH DRAN e. V. Betreuungsverein
Betreuungsverein in Ev.-Luth. Kirchenkreis Ostholstein

Eutiner Straße 6
23738 Lensahn

  • Telefon: 04363 86840-10

Vorsorgemöglichkeiten

Durch einen Unfall, eine Krankheit oder Altersgebrechlichkeit kann ein jeder von uns in eine Situation geraten, in der er nicht (mehr) in der Lage ist, sinnvolle Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln. Wer soll dann Entscheidungen treffen ?
Wer soll dann die notwendigen Dinge regeln? Wer sich rechtzeitig über diese Fragen Gedanken macht und entsprechende Vorsorge-Regelungen trifft, kann sicherstellen, dass seine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse Berücksichtigung finden!

Für eine persönliche Vorsorge bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Vorsorgevollmacht (privater Weg)
  • und  / oder Betreuungsverfügung (gerichtlicher Weg)

Die Betreuungstelle informiert und berät Sie über Vorsorgemöglichkeiten und nimmt Beglaubigungen von Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen vor.


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