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Landrat Gaarz besucht Truppenübungsplatz Putlos: Austausch, Einblicke und Zusammenarbeit im Fokus

Oldenburg in Holstein. Der Truppenübungsplatz Putlos ist für viele Menschen in Ostholstein vor allem dann wahrnehmbar, wenn Übungen angekündigt werden. Welche vielfältigen Aufgaben, Strukturen und besonderen Rahmenbedingungen sich hinter dem Standort verbergen, davon hat sich Landrat Timo Gaarz bei einem ausführlichen Besuch persönlich überzeugt. Im Mittelpunkt standen der Besuch des Platzes, der fachliche Austausch sowie die enge und seit Jahren verlässliche Zusammenarbeit zwischen Kreis und Bundeswehr.

„Der Truppenübungsplatz Putlos ist ein fester und verlässlicher Bestandteil unserer Region. Mir ist es daher wichtig, dass ich mir persönlich vor Ort ein eigenes Bild von den vielfältigen Aufgaben, den besonderen Fähigkeiten sowie den Menschen zu machen, die hier Verantwortung tragen. Der persönliche Austausch stärkt das gegenseitige Verständnis und ist eine elementare Grundlage für die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Bundeswehr – auch mit Blick auf den Bevölkerungsschutz“, betonte Landrat Timo Gaarz.

Empfangen wurde der Landrat in der Wagrien Kaserne von Oberstleutnant Ralf Stachowiak, Kommandant der Truppenübungsplatzkommandantur Putlos und Standortältester in Oldenburg in Holstein. In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern, der am Standort ansässigen Truppenteile und Dienststellen erhielt Landrat Gaarz einen umfassenden Überblick über die Aufgaben des Standortes. Der Truppenübungsplatz Putlos ist dabei in vielerlei Hinsicht besonders. Die Bandbreite der Übungsmöglichkeiten ist groß, einzelne Szenarien sind in dieser Form bundesweit oder sogar europaweit nur an diesem Standort möglich.

Eine Herausforderung stellt das ca. 500 Quadratkilometer große Schießgebiet auf der Ostsee dar, das von den Standorten Putlos und Todendorf betreut wird. Dieses Seegebiet muss während der Übungen durchgehend gesichert und überwacht werden, um die Sicherheit auf dem Wasser, auch für den zivilen Schiffsverkehr, jederzeit zu gewährleisten.

Im Rahmen des Besuchs besichtigte der Landrat auch das Feldlager „Ostseeblick“. Dabei handelt es sich um ein autarkes und mobiles Lager des Spezialpionier Ausbildungs- und Übungszentrums, das flexibel für unterschiedlichste Übungsvorhaben eingesetzt werden kann. Die Anlage zeigt, wie Logistik, Versorgung und Einsatzbereitschaft unter realistischen Bedingungen organisiert werden.

„Als Landrat hat es für mich eine ganz besondere Bedeutung, präsent zu sein und zuzuhören. Nur so kann man vor Ort einschätzen, was vor Ort geleistet wird.“, betonte Landrat Timo Gaarz. Der Besuch diente dabei dem gegenseitigen Verständnis und der Pflege persönlicher Kontakte. Gerade diese kurzen Wege seien im Bedarfsfall von großer Bedeutung, etwa wenn es um Unterstützung im Katastrophenfall oder bei besonderen Einsatzlagen im Kreisgebiet geht.

Eine weitere Station des Besuches war die Besichtigung der Bundeswehr-Feuerwehrwache am Standort Putlos. Vor dem Hintergrund der Planungen des Kreises zum Aufbau eines Bevölkerungsschutzzentrums an zwei Standorten in Ostholstein bot dieser Einblick ebenfalls ergänzende fachliche Anregungen.

Was auf den ersten Blick überraschen mag: Auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes spielt der Schutz von Natur und Artenvielfalt eine große Rolle. Rund 92 Prozent der insgesamt etwa 1.180 Hektar großen Landfläche stehen unter Naturschutz. Im teilweise völlig unberührten Sperrgebiet finden sich Wälder, Offenlandflächen, Dünen sowie zahlreiche kleine Fließ und Stillgewässer. Diese bieten vielen Tierarten einen geschützten Lebensraum, der andernorts kaum noch zu finden ist.

Ebenso haben Oberstleutnant Ralf Stachowiak und Landrat Timo Gaarz ein neues Informationsformat besprochen. Unter dem Arbeitstitel „Putlos meets Politik“ sollen kommunale, landes- und bundespolitische Vertreterinnen und Vertreter aus Ostholstein eingeladen werden, den Standort kennenzulernen und sich vor Ort mit Vertretern der Bundeswehr auszutauschen. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Verständnis für die Aufgaben des Standortes zu fördern und die bewährte Zusammenarbeit weiter zu stärken. Bereits im August soll das neue Format starten.

„Mit den Bundeswehrstandorten in Eutin und Putlos ist der Kreis Ostholstein eng mit der Bundeswehr verbunden. Die Standorte sind ein wichtiger Pfeiler unserer regionalen Sicherheitsarchitektur, die Soldatinnen und Soldaten sind bedeutende Akteure und verlässliche Netzwerker beim Bevölkerungsschutz. Unsere Bundeswehr gehört zu Ostholstein und ich danke unseren Soldatinnen und Soldaten für ihren täglichen Einsatz in einer besonderen Zeit für unser Land und werde auch künftig den engen und persönlichen Austausch fortsetzen!“, so der Landrat abschließend.

Autor: Der stellv. Pressesprecher, 14.01.2026 
Quelle: Kreis Ostholstein