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Erste Pflegekonferenz im Kreis Ostholstein setzt Impulse für die Pflege der Zukunft

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein

Landrat Timo Gaarz: „Pflege in Ostholstein zukunftsfest weiterentwickeln!“

Eutin. Rund 75 Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegepraxis, Politik, Verbänden, Kostenträgerschaft und von pflegenden Angehörigen kamen am 4. Februar 2026 zur ersten kommunalen Pflegekonferenz des Kreises Ostholstein zusammen. Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt in der Pflegebedarfsplanung des Kreises und dient der gemeinsamen Vorbereitung auf die pflegerischen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen erste Ergebnisse der Pflegebedarfsprognose bis zum Jahr 2040. Zudem diskutierten die Teilnehmenden zentrale Themen und Entwicklungen, die die pflegerische Versorgung im Kreis Ostholstein langfristig prägen werden.

Seit Sommer 2025 erarbeitet der Kreis Ostholstein gemeinsam mit dem ALP-Institut eine umfassende Pflegebedarfsplanung. Ziel ist es, bestehende Pflege- und Unterstützungsangebote systematisch zu erfassen und auf dieser Grundlage Handlungsperspektiven für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur zu entwickeln. Der gesamte Prozess ist bewusst partizipativ angelegt, um unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen einzubeziehen.

Die Pflegekonferenz bot hierfür ein zentrales Forum. Aufbauend auf vorangegangenen Befragungen von Pflegeanbietern sowie Fachgesprächen wurden die bisherigen Erkenntnisse vertieft und erste Handlungsansätze gemeinsam diskutiert.

„Die Pflegekonferenz war ein wichtiger Schritt im Dialog zwischen allen Beteiligten. Dass es gelungen ist, erstmals so viele relevante Akteure an einen Tisch zu bringen, ist ein starkes Signal. Nur im gemeinsamen Austausch können wir die Pflege im Kreis Ostholstein zukunftsfest gestalten", erklärte Landrat Timo Gaarz. "Die kommunale Pflegebedarfsplanung ist nicht nur ein gesetzlicher Auftrag, sondern vor allem eine große Chance: eine Chance, bestehende Versorgungsstrukturen systematisch in den Blick zu nehmen, zukünftige Bedarfe realistisch einzuschätzen und die Pflege im Kreis Ostholstein strategisch weiterzuentwickeln. Dabei betrachten wir alle relevanten Versorgungsbereiche – von der ambulanten Pflege über teilstationäre und vollstationäre Angebote bis hin zur Kurzzeitpflege, zur Hospizarbeit und zu alternativen sowie innovativen Wohn- und Versorgungsformen“, so der Landrat abschließend.

Der Abschlussbericht der Pflegebedarfsplanung mit konkreten Ergebnissen und Handlungsempfehlungen wird im Juni 2026 dem Ausschuss für Soziales vorgestellt. Weitere Pflegekonferenzen sind geplant und sollen sich künftig einzelnen Themenfeldern und besonderen Herausforderungen im kommunalen Pflegebereich widmen.