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Landrat Timo Gaarz besucht die neue Katastrophenschutzeinheit der Johanniter-Tauchergruppe aus Eutin

Autor/in: Der stellv. Pressesprecher
Quelle: Kreis Ostholstein

Eutin. Der Bevölkerungsschutz im Kreis Ostholstein wird um eine wichtige Fähigkeit erweitert. Mit der Johanniter-Tauchergruppe aus Eutin steht dem Kreis seit Anfang des Jahres eine spezialisierte Wasserrettungseinheit zur Verfügung. Landrat Timo Gaarz hat die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kürzlich besucht und sich vor Ort über Aufgaben, Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten der Gruppe informiert.

Die Tauchergruppe ist beim Ortsverband Eutin der Johanniter-Unfall-Hilfe angesiedelt und wurde bereits im Jahr 2004 gegründet. Nun wurde Sie durch Landrat Timo Gaarz offiziell als Wasserrettungseinheit im Katastrophenschutz anerkannt.

„Die Johanniter-Tauchergruppe schließt eine wichtige Lücke im Bevölkerungsschutz unseres Kreises. Gerade in einer wasserreichen Region wie Ostholstein ist es von großer Bedeutung, dass wir über spezialisierte Kräfte verfügen, die auch unter Wasser helfen können. Die Anerkennung als Katastrophenschutzeinheit ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Bevölkerungsschutz im Kreis Ostholstein weiter auszubauen. Das ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer verdient großen Respekt. Sie investieren viel Zeit in Ausbildung und Übungen, um im Ernstfall schnell und professionell unterstützen zu können“, betont Landrat Timo Gaarz.

Im Rahmen des Besuchs tauschte sich Landrat Timo Gaarz mit den Mitgliedern der Tauchergruppe über Ausbildung, Einsätze und die Zusammenarbeit mit dem Kreis aus. Zudem erhielt er Einblicke in die technische Ausstattung der Einheit, zu der unter anderem ein Gerätewagen Tauchen, ein Arbeitsboot mit Außenbordmotor sowie umfangreiche Tauchausrüstung gehören.

Die Aufgaben der Tauchergruppe sind vielfältig. Dazu zählen beispielsweise die Suche nach vermissten Personen im Wasser, die Bergung von Gegenständen oder Fahrzeugen sowie technische Taucheinsätze beispielsweise bei Leckagen an Booten. Auch bei Hochwasserlagen oder bei der Sicherung von Deichen kann die Einheit eingesetzt werden. In den Wintermonaten trainieren die Ehrenamtlichen zudem regelmäßig für Eisrettungseinsätze. Pro Jahr rückt die Tauchergruppe im Durchschnitt etwa zehn bis fünfzehn Mal zu Einsätzen aus, vor allem in der Holsteinischen Seenplatte sowie entlang der Ostseeküste.

„Das bedeutet für uns nicht nur Wertschätzung unseres Engagements für die Sicherheit im und am Wasser, sondern sorgt auch für rechtliche Klarheit. Mit unserer Erfahrung können wir uns für die Sicherheit der Menschen einsetzen. Das motiviert mich auch persönlich sehr: Zu wissen, dass ich mit meiner Arbeit und meiner Leidenschaft zum Wasser Menschen helfen kann“, erklärt Helge Börensen, Leiter der Johanniter-Tauchergruppe Eutin.

Für den Kreis Ostholstein stellt die neue Katastrophenschutzeinheit eine wichtige Ergänzung des bestehenden Systems dar. Insbesondere bei Einsätzen auf Seen, Flüssen oder an der Ostseeküste können die Taucher künftig gezielt eingesetzt werden.

„Die Tauchergruppe war bereits in der Vergangenheit im Katastrophenschutz aktiv, fehlte aber bisher als offizielle Einheit. Die Anerkennung ist eine große Verbesserung für die Ehrenamtlichen und stärkt ihre Einsatzfähigkeit“, ergänzt Matthias Rehberg, Bereichsleiter Einsatzdienste beim Regionalverband Schleswig-Holstein Süd/Ost.

Gleichzeitig möchten die Johanniter auch weitere Menschen für das Engagement im Katastrophenschutz gewinnen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, sind bei der Tauchergruppe willkommen. Neben ausgebildeten Tauchern werden auch Helferinnen und Helfer für unterstützende Aufgaben gesucht, beispielsweise als Leinenführer oder Bootsführer. Interessierte können sich an Helge Börensen, helge.boerensen@johanniter.de wenden und sich unter www.johanniter.de/tauchergruppe-eutin  informieren.

Der Kreis Ostholstein dankt den Johannitern und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und ihr Engagement für die Sicherheit der Menschen in der Region.