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Eutin. Die Resolution des Kreistages Ostholstein zur dauerhaften Absicherung des Schienenfernkehrs über die Vogelfluglinie hat zu ersten positiven Reaktionen geführt. Wie die Kreisverwaltung Ostholstein heute (27. November) mitteilte, habe laut Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Deutsche Bahn AG (DB) zugesagt, dass „die heutigen InterCity-Züge von beziehungsweise nach Fehmarn – solange es technisch möglich ist – weiterhin verkehren werden“. Sicherlich werde es während der Bauphase der deutschen Hinterlandanbindung auch zeitweise zu Einschränkungen im Schienenverkehr kommen, so der Wortlaut des Schreibens des Wirtschaftsministers, diese sollen dann allerdings rechtzeitig abgestimmt werden. Darüber hinaus werde das Land die Deutsche Bahn bitten, die Einrichtung einer IC-Buslinie zwischen Lübeck und Kopenhagen mit Haltepunkten in Oldenburg in Holstein und Puttgarden während der unterschiedlichen Streckensperrungen in Erwägung zu ziehen.

Landrat Reinhard Sager zeigte sich erleichtert und zugleich optimistisch, dass die Interessen der Region im weiteren Verfahren offensichtlich ein stärkeres Gewicht erhalten haben. „Mit diesen angekündigten Maßnahmen würde eine akzeptable Lösung geschaffen, die zumindest für einen begrenzten Zeitraum während der Bauphase der Schienenanbindung eine Alternative für Berufspendler und Gäste bietet“, so Sager. Trotzdem handele es sich letztlich nur um eine Behelfslösung, die auf ein unvermeidbares Maß begrenzt werden müsse, so der Landrat. Daher werde der Kreis weiter darauf hinwirken, dass die derzeitigen Fernverkehrsverbindungen zwischen Kopenhagen und Hamburg über die Vogelfluglinie so lange wie möglich aufrechterhalten und die Sperrzeiten minimiert werden.

Hintergrund:

Im Rahmen der durch den Kreistag am 6. Oktober 2015 beschlossenen Resolution wurde die DB unter anderem aufgefordert, die beabsichtigte Verlagerung der Bahnverbindung Hamburg – Kopenhagen von der Vogelfluglinie auf die Jütland-Route während der Bauzeit auf das unvermeidbare zeitliche Maß zu begrenzen. Zugleich hatte der Kreistag darin die schleswig-holsteinische Landesregierung um entsprechende Unterstützung bei der Durchsetzung der genannten Forderungen gebeten.

Der Kreis hatte sodann das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein gebeten, die in der Resolution vorgebrachten Anliegen sehr ernsthaft zu prüfen und gemeinsam mit der DB AG eine für die Region akzeptable Lösung zu entwickeln. 

Autor: Die Presssprecherin, 27.11.2015 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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