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Samstag, 16 Dezember 2017
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Deutsche-dänische Konferenz diskutiert Entwicklungschancen am Fehmarnbelt

Eutin. Der geplante Bau des Fehmarnbelt-Tunnels soll nicht nur die Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen Hamburg und Kopenhagen verkürzen, sondern auch die grenzüberschreitende Region am Fehmarnbelt enger zusammenwachsen lassen. Anlässlich der Fehmarnbelt Days 2016 (20.- 22. September 2016, HafenCity Universität Hamburg) veranstaltet das deutsch-dänische Fehmarnbelt-Komitee am 21. September eine Konferenz zu den Entwicklungsperspektiven auf beiden Seiten des Fehmarnbelts. Im Fokus stehen dabei besonders die ländlichen Räume zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen.

Die Tagung des Fehmarnbelt-Komitees mit dem Titel „Regionalentwicklung zwischen zwei Metropolen – Chancen von Stadt-Umlandbeziehungen“ will anhand von Erfahrungen aus anderen Regionen und innovativen Projekten aufzeigen, wie der ländliche Raum als Wohn- und Arbeitsort, aber auch als Standort für kreative Projektaktivitäten noch attraktiver werden kann und dabei auch von der Nähe zu den Metropolen profitiert. Exemplarisch richten die Veranstalter den Blick auf den Süden Deutschlands. Der Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises Dr. Achim Brötel wird in seinem Referat Erfolgsbeispiele aus dem Rhein-Neckar-Raum vorstellen.

„Wie dort die Zusammenarbeit zwischen Großstadt und ländlichen Räumen organisiert ist und wie es gelingt, Impulse aus der Metropole für positive Entwicklungen im Umland zu nutzen - das sind Informationen und Erfahrungen, von denen wir profitieren wollen und die für unsere Arbeit im Fehmarnbelt-Komitee wertvolle Anregungen liefern können“, erläutert der Vorsitzende des Komitees und Landrat des Kreises Ostholstein Reinhard Sager.

Die Fachkonferenz wird den Blick auch auf Möglichkeiten der Digitalisierung lenken. Finn Krusholm, von dem Kopenhagener IT-Projekt „cloud-people“, berichtet über zukünftige Technologien als Chance für den ländlichen Raum.

Für Jens Steenbæk, den Regionsratsvorsitzenden der Region Sjælland und stellvertretenden Vorsitzenden des Fehmarnbelt-Komitees, hat die ländliche Umgebung zwischen Hamburg und Kopenhagen alle Möglichkeiten, um Vorteile aus der digitalen Entwicklung zu ziehen.

"Auf unserer Konferenz bei den Fehmarnbelt Days werden wir spannende Referate hören, u.a. zu der Frage, welche Chancen die zukünftigen Technologien den ländlichen Regionen in Dänemark und Deutschland bieten, um als Region zum Arbeiten und Wohnen an Attraktivität zu gewinnen. Dies kann uns inspirieren und als Komitee in unserer Arbeit unterstützen, um das große Wachstums- und Entwicklungspotential, das die Region hat, auszunutzen."

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wird schließlich unter Einbeziehung des Publikums über neue Ideen für weitere Projekte und Aktivitäten diskutiert. Input für die Diskussionsrunde liefern mehrere Projektbeispiele von Kiel bis Roskilde, die durch Kurzreferate vorgestellt werden. Die Veranstalter erhoffen sich Anregungen und Impulse für die gezielte Entwicklung der deutsch-dänischen Grenzregion am Fehmarnbelt.

Die Konferenz des Fehmarnbelt-Komitees auf den Fehmarnbelt-Days wird simultan deutsch-dänisch übersetzt. Weitere Information und Anmeldung unter www.fehmarnbeltdays.com.

Hintergrund

Das Fehmarnbelt-Komitee wurde im Januar 2009 gegründet und ist ein deutsch-dänisches Koordinationsgremium für grenzüberschreitende Angelegenheiten in der Fehmarnbelt-Region. Ziel des Fehmarnbelt-Komitees ist es, die Entwicklung der Fehmarnbelt-Region zu einer gut integrierten und wettbewerbsfähigen Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Das Komitee hat insgesamt 24 Mitglieder. Zu ihnen zählen Vertreter aus dem Kreis Ostholstein, dem Kreis Plön und der Hansestadt Lübeck, von dänischer Seite Mitglieder des Regionsrates und Bürgermeister der Kommunen in der Region Sjælland sowie Vertreter beider Seiten aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, aus dem Tourismus sowie aus den Bereichen Kultur und Naturschutz. Weitere Informationen zum Fehmarnbelt-Komitee unter www.fehmarnbelt-portal.de.

Autor: Die Pressesprecherin, 06.09.2016 
Quelle: Kreis Ostholstein