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Altlasten

Insbesondere durch gewerbliche Nutzungen können Stoffe in den Boden gelangen, die schädliche Auswirkungen auf den Boden oder das Grundwasser haben können. Genaue Erkenntnisse über die möglichen Auswirkungen der verwendeten Stoffe gewinnt man häufig erst Jahre nachdem die gewerbliche Nutzung eines Grundstückes aufgegeben worden ist.

Aufgabe der Unteren Bodenschutzbehörde ist es, betroffene Grundstücke durch aufwändige Recherche festzustellen und in einem Kataster zu führen. Genaue Untersuchungen des Bodens führen in der Folge zu einer Beurteilung der Schädlichkeit und einer Gefährdungsabschätzung. Liegen schädliche Bodenveränderungen vor, so sind diese zu sanieren oder zu sichern.

Pflichtig für eine Sanierung sind Verursacher, Grundstückseigentümer oder Inhaber der tatsächlichen Gewalt (z.B. Pächter) (§ 4 Bundesbodenschutzgesetz - BBodschG).

Eine Information über Grundstücke, die im Altlastenkataster geführt werden, erhalten deren Eigentümer. Da sich schädliche Bodenveränderungen auf den Wert eines Grundstückes auswirken können, ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf eines Grundstückes zu informieren, ob das Grundstück in das Kataster eingetragen ist. Diese Anfrage kann formlos bei der Unteren Bodenschutzbehörde erfolgen. Die Auskunft ist gebührenpflichtig.

Da es sich bei der Auskunft um personenbezogene Daten handelt, die dem Datenschutz unterliegen, darf die Auskunft nur gegenüber dem Eigentümer des Grundstückes, der im Grundbuch eingetragen ist, oder mit dessen Vollmacht erfolgen. Um die datenschutzrechtliche Prüfung vornehmen zu können, sind Angaben zur aktuellen Eigentumslage erforderlich.

Mit der Anfrage sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Eigentümernachweis durch aktuellen Grundbuchauszug
  • Vollmacht des Eigentümers, wenn die Auskunft an eine andere Person gewünscht ist
  • Flächenbezeichnung (aktuelle Flurstücksnummer, Flur und Gemarkung sowie postalische Anschrift)

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