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Hilfen für Menschen mit Behinderung

Auf der Grundlage des 12. Buches Sozialgesetzbuch SGB XII werden Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Handicaps unterstützt. Besondere Aufgabe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung und deren Folgen zu beseitigen oder zu  mildern und die Betroffenen in die Gesellschaft einzugliedern. Die Hilfen können ambulant zu Hause oder in Einrichtungen wie Wohnheimen, Werkstätten und Förderstätten, aber auch im Kindergarten gewährt werden. Auch Frühförderleistungen für Kinder bis zum Schuleintritt gehören zum Hilfespektrum. Mehr lesen ...

Bundesteilhabegesetz (ab 01.01.2020)

Ab dem 01.01.2020 werden diese Leistungen aufgrund der 3. Reformstufe des „Gesetzes zur Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“  (Bundesteilhabegesetz – BTHG) unmittelbar aus dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX)Teil II bewilligt und nicht mehr im Recht der Sozialhilfe (SGB XII) geregelt.

Das BTHG sieht ab diesem Zeitpunkt eine Personenzentrierung der Leistungen für Menschen mit Behinderungen und somit einen individuellen Zuschnitt auf den Bedarf der Leistungsberechtigten vor. Der Landesrahmenvertrag nach §131 SGB IX in Schleswig-Holstein sieht für die bestehenden Angebote allerdings noch Übergangsvorschriften vor.   

Leistungen der Grundsicherung in "besonderer Wohnform" (ab 01.01.2020)

Die bisher notwendige Unterstützung erwachsener Menschen mit Behinderungen ist nicht mehr an eine bestimmte Wohnform ausgerichtet. Der Träger der Eingliederungshilfe wird künftig auch für Menschen, die in Einrichtungen (stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe) leben, lediglich die reinen (therapeutischen, pädagogischen oder sonstigen) Fachleistungen erbringen, während für die Hilfe zum Lebensunterhalt und die notwendigen Kosten der Unterkunft, wie bei Menschen ohne Behinderungen, Leistungen nach dem 3. oder 4. Kapitel des SGB XII bzw. nach dem SGB II erbracht werden.


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