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Abschlusskundgebung Fridays for Future vor dem Eutiner Kreishaus

Eutin. Zur Abschlusskundgebung der heutigen Fridays for Future-Demonstration versammelten sich ca. 150 Teilnehmende vor dem  Kreishaus in Eutin.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer Mitwirkung am vierten globalen Klimastreik für mehr Klimagerechtigkeit ein.

Abschlusskundgebung vor dem Kreishaus
Abschlusskundgebung vor dem Kreishaus

Nils Hollerbach, Leiter des Fachbereichs Bauen, Umwelt und Verkehr des Kreises Ostholstein erläuterte den Teilnehmenden die Klimaschutzziele des Kreises. Er informierte über die bislang umgesetzten Vorhaben sowie über zukünftig geplante Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Kreis Ostholstein.

Im Jahr 2015 verabschiedete der ostholsteinische Kreistag ein Klimaschutzkonzept, mit einem breit gefächerten Maßnahmenkatalog, um eine bessere CO2-Bilanz im Kreis zu erreichen. Die Website www.klimaschutz-oh.de bietet rund um das Thema Klimaschutz im Kreis Ostholstein weitere Informationen zum Konzept und dessen Umsetzungsprozess und dient als „Markplatz“ für den Ideenaustausch.

Nils Hollerbach stellt die Klimaziele des Kreises vor
Nils Hollerbach stellt die Klimaziele des Kreises vor

Abschließend lud Hollerbach eine Delegation der Fridays for Future-Ortsgruppe Eutin zur Teilnahme am Arbeitskreis Klimaschutz ein. Sprecherin Johanna Prochnow nahm das Angebot stellvertretend für die Gruppe dankend an und sagte die Teilnahme zu.

 

Hintergrund:

Klimaschutz im Kreis Ostholstein

Der Kreis Ostholstein will seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und hat sich in seinem Klimaschutzkonzept vor allem das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen im Kreis bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent gegenüber 2013 zu senken.

Anfang 2017 startete der Kreis Ostholstein in die Umsetzungsphase des integrierten Klimaschutzkonzeptes und hat hierzu eigens eine Klimaschutzmanagerin für die Koordinierung und Durchführung des Konzeptes eingestellt.

Eigene Liegenschaften

Der Kreis Ostholstein geht mit gutem Beispiel voran und setzt wirtschaftliche Projekte zur Energieeffizienzsteigerung und Nutzung erneuerbarer Energien in den eigenen Liegenschaften um. Die Kreisverwaltung verfügt zu diesem Zweck über einen eigenen Fachingenieur, angesiedelt im Fachdienst Grundstücks- und Gebäudeservice. Für sämtliche Liegenschaften des Kreises wurde ein Sanierungskonzept aufgestellt, welches sich bereits seit einigen Jahren in der Umsetzung befindet.

Das Konzept beinhaltet für jede der 15 kreiseigenen Liegenschaften:

  • eine Aufstellung der für das jeweils kommende Haushaltsjahr angesetzten Maßnahmen,
  • weitere sinnvolle Maßnahmen für die darauf folgenden Jahre,
  • die bereits durchgeführten Maßnahmen bis zum Jahr 2000 zurück.  

Durch die bereits realisierten Maßnahmen verringerte sich der Primärenergie-einsatz  und damit der Ausstoß von CO2-Emissionen der kreiseigenen Liegenschaften von 5.354 Tonnen im Jahr 1990 auf 3.001 Tonnen im Jahr 2015. Im Vergleich zum Jahr 1990 wurden damit witterungs- und flächenbereinigt 43,9 Prozent weniger CO2-Emissionen freigesetzt.

Das für die beruflichen Schulen für die Jahre 2016 bis 2018 geplante Sanierungskonzept mit einem Investitionsvolumen von ca. 2,7 Millionen Euro befindet sich voll im Zeitplan.  

Radverkehr

Der Kreis Ostholstein erarbeitet aktuell ein Radverkehrskonzept für das Kreisgebiet Ostholstein. Ausgehend von den Radverkehrsverbindungen des landesweiten Radverkehrsnetzes Schleswig-Holstein verfolgt das Projekt das Ziel der Steigerung der Attraktivität der Fahrradnutzung in Ostholstein. Im Zuge der konzeptionellen Erarbeitung eines ganzheitlichen, kreisweiten Radverkehrsplanes soll, unabhängig von Straßenklassifizierungen einzelner Straßen und Wege, anhand des aktuellen Alltags‑, Schul- und Freizeitradverkehrs unter Berücksichtigung von festgelegten Bewertungskriterien eine gezielte Netzverdichtung des Radwegnetzes in Ostholstein vorgenommen werden. In den Jahren 2018 und 2019 wurden für den Ausbau und die Instandhaltung der Radverkehrswege durch Kreistagsbeschluss zusätzliche Mittel in Höhe von 250.000 € jährlich bereitgestellt, die bereits größtenteils eingesetzt worden sind. In den kommenden Jahren stehen zusätzlich zwei Millionen Euro für die Sanierung der kreiseigenen Straßen und Radverkehrswege zur Verfügung. Um für eine vermehrte Fahrradnutzung zu werben, findet jährlich mit stetig wachsender Beteiligung die Kampagne STADTRADELN im Kreisgebiet statt, bei der Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Kommunen in einem dreiwöchigen Zeitraum um die Wette radeln können.

E-Mobilität

Die Dienstwagenflotte des Kreises Ostholstein wird nach und nach und soweit möglich durch E-Fahrzeuge ersetzt. Derzeit stehen zwei Fahrzeuge und die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Des Weiteren bietet der Kreis seit Sommer diesen Jahres zwei öffentlich zugängliche und zur kostenlosen Nutzung bereitstehende Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge auf dem Kreishausgelände an. Die Anwendung weiterer alternativer Antriebstechnologien, wie unter anderem die Nutzung von Wasserstoff, wird derzeit überprüft.

Öffentlicher Personen-Nahverkehr

Für Touristen und touristische Anbieter wurde durch den Kreis gemeinsam mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) und dem Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. der bereits in zweiter Auflage befindliche Flyer „Unterwegs mit Bus und Bahn an der Küste Ostholsteins“ erstellt. Der Flyer enthält Informationen über interessante Orte im Kreisgebiet, die gut mit dem ÖPNV erreichbar sind, Linienverbindungen zu den Orten, Tarifinformationen sowie Informationen zum Radfahren in Ostholstein. Der Kreis Ostholstein beabsichtigt zudem, das bestehende Fahrplan-Angebot auszubauen, z.B. durch Vertaktung, Taktverdichtungen, die zeitliche Ausdehnung des Fahrtenangebotes und die Verbesserung der Flächenerschließung mit Anruf-Linien-Fahrten (ALFA). Ein erster Schritt in diese Richtung wurde Anfang November mit dem Start des ALFA-Angebots zwischen Plön und Bosau gemacht.

Autor: Die Pressesprecherin, 29.11.2019 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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