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Montag, 18 Dezember 2017
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Eutin. Havarien von Handelsschiffen auf der Ostsee wie kürzlich bei Bornholm lassen bei Landrat Reinhard Sager die Sorge um die Küstenregion wachsen. Organisation und Aufgaben eines länderübergreifenden Havariekommandos waren daher das Thema einer Informations- und Diskussionsrunde, zu der der Kreis verschiedenste Institutionen aus den Kreisen Ostholstein und Plön eingeladen hatte. Zu den zahlreichen Teilnehmern gehörten sowohl Vertreter der Küstengemeinden, der Polizei, des Bundeswasser- und Schifffahrtsamtes, des Technisches Hilfswerks als auch des Staatlichen Umweltamtes, des Zweckverbandes Ostholstein und viele weitere.

Landrat Sager betonte in der Sitzung, dass die Auswirkungen auf Natur, Umwelt und den Tourismus im Falle einer Havarie verheerend sein können. Die Beseitigung von Ölverschmutzungen im Küstenbereich erfordere daher einen reibungslosen Einsatz aller beteiligten Behörden und Einsatzkräfte im öffentlichen Interesse. Über die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten müssten im Ernstfall alle gut informiert sein.

Die Aufgaben und das Zusammenspiel zwischen dem neuen Havariekommando, dem Land Schleswig-Holstein und den Kreisen erläuterte Dr. Bernd Scherer vom Umweltministerium. Für die Teilnehmer war hier von besonderem Interesse, wie die Finanzierung der bei einem Seeunfall entstehenden Kosten aussehen würde. Dr. Scherer konnte hier berichten, dass das Land den Küstengemeinden eine Vereinbarung anbiete, die im Falle eines Schiffsunglücks zu einer finanziellen Entlastung der Kommunen führen soll.

Aus der anschließend geführten Diskussion konnten wertvolle Informationen und Anregungen für ein zukünftiges, koordiniertes Vorgehen im Ernstfall ausgetauscht werden. Und letztlich gaben alle Teilnehmer zum Ausdruck, dass es ein derartiges Schiffsunglück hoffentlich niemals geben werde.

Autor: Pressesprecherin, 23.06.2003 
Quelle: Kreis Ostholstein