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Eutin. Zum Thema „Der Schwarzspecht und seine Verwandten“ lädt die untere Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein im Rahmen der Vortragsreihe „Mensch und Natur“ ein. Der bekannte Vogelkundler und Diplom Biologe Bernd Koop wird spannend und reich bebildert hierüber erzählen, Fragen beantworten und mit den Gästen diskutieren. Der Vortrag findet am kommenden Montag (22. Februar) um 19 Uhr im Ostholstein-Saal des Eutiner Kreishauses (Eingang: Rundbogentür im Innenhof) statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

Spechte sind die Zimmerleute des Waldes und der Schwarzspecht ist ihr Meister. Sie leben in selbstgezimmerten Baumhöhlen, sie schlafen dort und ziehen hier ihre Jungen groß. Auch wenn Sie oft über mehrere Jahre eine Höhle nutzen, zimmern sie jedes Jahr aufs neue weitere in das morsche Holz kranker und toter Bäume. Das ist wichtig für viele andere waldbewohnende Tiere, die gerne in Höhlen wohnen, sich aber selber keine bauen können, wie Bilche, Kleiber und Eichhörnchen. Der größte unter den Spechten ist der Schwarzspecht, bis zu 50 Zentimeter wird er groß, ist rabenschwarz und hat eine rote Kappe. Seine Höhlen sind bis zu einem Meter tief und haben große ovale Einfluglöcher. In Europa konnten 58 Tierarten festgestellt werden, welche die Bruthöhlen der Schwarzspechte als „Nachmieter“ nutzen. Zum Teil sind sie aufgrund ihrer Größe auf diese Bruthöhlen angewiesen. 

Diplom Biologe Koop wird einen allgemeinen Überblick über die in Schleswig-Holstein heimischen Spechte mit ihrer Lebensweise, Bedeutung und Gefährdung geben. Anschließend wird er zum Schwarzspecht und dessen Bestandsentwicklung, seiner Lebensraumsituation und Gefährdungen im Kreis Ostholstein berichten. 

Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Wanderausstellung der Deutschen Wildtierstiftung zum Schwarzspecht im Kreishaus zu besichtigen und Informationsmaterialien zu erhalten. Die Kreisjägerschaft Eutin wird zudem einige Präparate als Anschauungsmaterial extra für diese Veranstaltung zusammentragen und ausstellen.

 

 

Autor: Die Pressesprecherin, 17.02.2010 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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