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Freitag, 24 November 2017
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Eutin. Das Gutachterteam der Betroffenheitsanalyse zur Schienenhinterland-Anbindung stellte sich heute (27. April) rund 90 kommunalen Vertretern und Akteuren aus der Region im Kreishaus vor. Der Kreis hatte zur Regionalkonferenz Vertreter aller betroffenen Städte und Gemeinden an der Bahnstrecke Bad Schwartau – Puttgarden und der beiden AktivRegionen „Wagrien-Fehmarn“ und „Innere Lübecker Bucht“ eingeladen. In diesem Rahmen wurde zugleich das Arbeitsprogramm präsentiert, das in den nächsten Wochen absolviert werden soll. Es umfasst unter anderem auch Workshops in den Gemeinden.

Landrat Reinhard Sager zeigte sich erfreut über die Teilnehmerresonanz und dass die Analyse nun auf den Weg gebracht wurde: „Mit der Betroffenheitsanalyse werden Kreis und Gemeinden ein schlagkräftiges Instrument erhalten, das fundierte Argumente für weitere Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG und dem Bundesverkehrsministerium liefert.“ Er machte auch deutlich, dass der Kreis die Untersuchung als wichtigen Baustein bei der Durchsetzung der regionalen Interessen ansieht: „Sie wird deutlich machen, mit welchen Lärmbelastungen die unterschiedlichen Streckenführungen verbunden und in welchem Umfang Anwohner und touristische Betriebe betroffen wären. Die Forderung der Region, eine Trassenführung außerhalb der Siedlungsbereiche zu wählen, werden wir nach Vorliegen der Analyse ganz sicher untermauern können.“

Mit der Erarbeitung der Betroffenheitsanalyse wurde ein Team aus drei Gutachterbüros beauftragt. Das Büro HTC (Hanseatic Transport Consultancy) liefert die infrastruktur- und verkehrsbezogenen Rahmendaten für die Analyse. Diese Daten finden Eingang in ein Rechenmodell, das von der Lärmkontor GmbH entwickelt und mit dem die Lärmbelastung von Anwohnern und Beherbergungsbetrieben bei unterschiedlichen Trassenverläufen berechnet wird. Das Büro Georg & Ottenströer steuert schließlich Daten und Fakten zu den regionalwirtschaftlichen Effekten bei, die durch die Lärmbelastungen zu erwarten wären.

Die Erarbeitung der Analyse wird inhaltlich von einer Lenkungsgruppe begleitet, in der neben dem Kreis auch die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein und die Vorsitzenden der beiden AktivRegionen mitwirken. Die spezifischen Betroffenheiten in den Städten und Gemeinden vor Ort sollen mit Hilfe von Workshops in die Untersuchung einfließen. Die Workshops sind für Mitte Mai vorgesehen und werden zur Zeit mit den Bürgermeistern in den betroffenen Kommunen organisiert. Die Ergebnisse der Betroffenheitsanalyse werden im Juni 2010 erwartet und sollen dann Eingang in die Planungen der Deutschen Bahn AG finden. Auch dem Bundesverkehrsministerium wird der Kreis die Ergebnisse vorlegen, um seinen Forderungen für eine verträgliche Streckenplanung unter Berücksichtigung der regionalen Interessen Nachdruck zu verleihen.

Die Betroffenheitsanalyse wird vom Kreis Ostholstein sowie  von den Aktiv-Regionen „Wagrien-Fehmarn“ und „Innere Lübecker Bucht“ finanziert.

 

 

Autor: Die Pressesprecherin, 27.04.2010 
Quelle: Kreis Ostholstein