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Dienstag, 12 Dezember 2017
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Eutin. Die gemeinsame Erhebungsstelle der Kreise Ostholstein und Plön zur Durchführung der Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung (Zensus) in 2011 nimmt ihre Arbeit auf. Die beiden Kreise hatten hierzu bereits Anfang November einen Kooperationsvertrag geschlossen. Zunächst werden zwei Mitarbeiterinnen die Aufgabe für die beiden Kreise planen und organisieren. Die Landräte Dr. Volkram Gebel und Reinhard Sager stellten heute (6. Dezember) die beiden Mitarbeiterinnen Janine Jeppel und Bahar Eril der Öffentlichkeit vor. Die gemeinsame Erhebungsstelle für Ostholstein und Plön ist im Gebäude der Zulassungsstelle in Eutin untergebracht. Beide Landräte zeigten sich erfreut darüber, dass die benachbarten Kreise erneut eine Zusammenarbeit vereinbaren konnten.

Mit der im nächsten Jahr europaweit durchgeführten Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung sollen in erster Linie die genauen Einwohnerzahlen festgestellt werden. Die letzten Zählungen in Deutschland fanden im Westen 1987 und in der ehemaligen DDR 1981 statt. Die bestehenden Daten sind somit stark veraltet. Es werden aber auch beispielsweise Angaben über Wohnraum, Berufstätigkeit und Bildung in Verknüpfung mit den Einwohnerzahlen abgefragt. Sie bilden eine wichtige Grundlage für beispielsweise zukünftige Planungen von Kindertagesstätten und Schulen, Krankenhäuser und Seniorenheime, Verkehrsinfrastrukturen, Sozialleistungen oder der Abschätzung des Wohnbedarfs.

Die Mitarbeiterinnen der Erhebungsstelle planen und organisieren jetzt schon den Einsatz der Interviewer vor Ort und übernehmen deren Schulung. Zudem sind sie dafür verantwortlich, dass die ausgefüllten Fragebogen rechtzeitig und vollzählig eingehen und zur Abholung durch das Statistische Landesamt Nord bereitgestellt werden. Genauso müssen auch Interviewer zur Durchführung der Befragungen gewonnen werden. Die Befragungen finden hauptsächlich von Anfang Mai bis Ende Juli 2011 statt. Manche Befragungen sind erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 vorgesehen. Alle Bürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können Interviewer werden. Eine gesonderte Ausschreibung hierzu wird es noch im Januar 2011 geben. Dann werden weitere Informationen auch auf den Internetseiten des Kreises Ostholstein zu finden sein. Interessierte können sich schon jetzt bei der Erhebungsstelle melden.

Die Mitarbeiterinnen der Erhebungsstelle sind unter der Telefonnummer 04521 / 788-280 oder per E-Mail unter erhebungsstelle@kreis-oh.de erreichbar.

Hintergrund:

Um die Belastung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten, wird in Deutschland ein registergestütztes Zensusmodell angewendet. Dabei werden auf die Daten in den Melderegistern der Kommunen, den Registern der Bundesagentur für Arbeit sowie den Registern der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zurückgegriffen.

Zusätzlich werden Stichproben in Privathaushalten erhoben. Beim Zensus 2011 werden rund 9,65 Prozent der schleswig-holsteinischen Bevölkerung ausgewählt und zusätzlich befragt. Dies dient zum einen der Qualitätssicherung der Daten aus den Registern. Zum anderen werden weitere Informationen abgefragt, die nicht aus den Registern gewonnen werden können (zum Beispiel Bildungsstand, berufliche Selbstständigkeit).

Dabei steht der Datenschutz im Hinblick auf das bestehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts an erster Stelle. Beim Zensus 2011 haben Datenschutz und Statistikgeheimnis höchste Priorität. Die Angaben der Bürger unterliegen der strikten Geheimhaltung und dienen ausschließlich zu statistischen Zwecken. Eine Weitergabe an Dritte ist untersagt. Stellt sich beispielsweise im Rahmen der Volkszählung heraus, dass eine Person nicht mehr unter der gemeldeten Adresse wohnt, wird das entsprechende Melderegister nicht berichtigt. Vielmehr wird nur die Einwohnerzahl im Rahmen des Zensus entsprechend verringert.

 

www.zensus2011.de

www.statistik-nord.de/erhebungen/zensus-2011/

 

Autor: Die Pressesprecherin, 06.12.2010 
Quelle: Kreis Ostholstein